Gemeindepräsidium Kriegstetten Kriegstetten: Nach Nicht-Wahl schmeisst Gemeindepräsident hin

Manfred Küng ist aus dem Dorf weggezogen und hat als Gemeindepräsident demissioniert. Der Vizepräsident übernimmt.

«Der Gemeinderat von Kriegstetten nimmt den sofortigen Wegzug und damit die Demission von Gemeindepräsident Manfred Küng zur Kenntnis.» Dies schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung am Dienstagabend. Man danke Küng für die geleistete Arbeit und wünsche ihm alles Gute, so der Text weiter. Die laufende Legislatur wäre in wenigen Tagen zu Ende gegangen.

SVP-Politiker Küng zieht damit für sich die Konsequenzen dafür, dass er am 21. Mai nicht mehr in den Gemeinderat gewählt wurde. Damals ging die Strategie der anderen Parteien im Dorf auf, welche mit einer gemeinsamen Liste der SVP schaden wollten. Als Gemeindepräsident kandidierte Manfred Küng in der Folge nicht mehr. Nach dem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang der Regierungsratswahlen war die Nicht-Wahl in den Gemeinderat die zweite Schlappe für Küng innerhalb kurzer Zeit.

Laut der «Solothurner Zeitung» ist das Gemeindepräsidium nicht das einzige Amt, das Küng per sofort abgibt. Er sei auch als Kantonsrat zurückgetreten. Bei den Erneuerungswahlen für das Kantonsparlament am 12. März hatte Manfred Küng das beste Resultat aller Kandidaten im Bezirk Bucheggberg-Wasseramt erzielt.

Bis zum Ende der aktuellen Amtsperiode übernimmt Vize-Gemeindepräsident Simon Wiedmer die Ratsleitung. Der 26-Jährige ist auch bereits der neue Gemeindepräsident in der nächsten Legislatur. Weil keine anderen Bewerbungen für das Amt eingegangen sind – auch nicht vom Bisherigen Küng – ist Wiedmer in stiller Wahl gewählt.