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Aargau Solothurn Kurhaus Balmberg wird zur Asylunterkunft

Der Kanton Solothurn eröffnet auf dem Balmberg im ehemaligen Kurhaus eine Unterkunft für rund 120 Asylsuchende. In der zweiten Dezemberwoche werden die ersten Personen einziehen. Sie werden auf und um den Balmberg diverse Arbeiten anpacken, für die sonst das Personal fehlt.

Kurhaus Balmberg: stattliches Haus, rote Fensterläden, blauer Himmel und Sonnenschein
Legende: Rund um das ehemalige Kurhaus Balmberg sollen Asylsuchende bei diversen nötigen Arbeiten mithelfen. Marco Jaggi/SRF

Die Eröffnung der Unterkunft auf dem Oberbalmberg sei dringend nötig, schreibt der Kanton Solothurn in einer Mitteilung vom Freitag. Die Flüchtlingssituation in Europa und die Zuweisung zusätzlicher Menschen an den Kanton Solothurn erfordere Massnahmen.

Beschäftigung zur Belebung des Balmbergs

Der Kanton Solothurn möchte in der Unterkunft für eine Betreuung rund um die Uhr sorgen. Den Auftrag dafür hat eine spezialisierte Firma erhalten. Eine zusätzliche Begleitgruppe aus Gemeinde, Polizei und Kanton soll den störungsfreien Betrieb unterstützen.

Ausserdem plant der Kanton die Flüchtlinge zu beschäftigen. Neben diversen hausinternen Arbeiten sollen sie auch diverse Arbeiten zur Belebung des Balmbergs leisten. «Wir haben die Beschäftigung von Flüchtlingen im Kanton bei einer zuständigen Stelle zentralisiert und rekrutieren immer wieder neue Aufträge», erklärt Claudia Hänzi vom Amt für soziale Sicherheit gegenüber SRF.

Unter anderem könnten die Asylsuchenden Wanderwege unterhalten, Neophyten ausreissen oder bei der Schneeräumung helfen. Claudia Hänzi könnte sich aber auch vorstellen, dass die Flüchtlinge den Balmberg selber wieder beleben. «Im Hinblick auf die kommende Skisaison» könnte man den Gastronomiebetrieb wieder aufnehmen, so Hänzi.

Lösung mit der Gemeinde suchen

«Vielleicht engagiert sich ein Dritter, der sich sagt, das Haus ist nun geheizt und es hat sogar mögliches Personal vor Ort», erklärt Hänzi das Vorhaben. Man stehe mit der Gemeinde Balm bei Günsberg im Kontakt, um eine gute Lösung zu finden. «Es geht darum, dass wir vom Kanton der Gemeinde etwas zurück geben können.»

Dieses Entgegenkommen des Kantons ist vielleicht nötig, um einer gewissen Skepsis in der Gemeinde vorzubeugen. Immerhin gibt es bisher schon etwa 50 Flüchtlinge, die auf dem Balmberg wohnen. Es sind vor allem Männer mit einem negativen Asylentscheid. Insgesamt werden künftig also bis zu 170 Flüchtlinge auf dem Balmberg wohnen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Bauert: Nur kein Bedauern, ich finde diese Unterkunft sehr gut und zweckmässig - besser als mitten in der Stadt. Die Asylanten sind angeblich traumatisiert und trotzdem will das Migrationsamt 600 Personen auf dem aktiven Waffenplatz Thun in zwei Panzerhallen unterbringen. Das ist doch der beste Beweis, dass die Bevölkerung fortlaufend durch das Migrationsamt angelogen wird.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Das gibt eine Art «Isolationshaft auf dem Berg». Normalerweise ermöglicht man Flüchtlingen u.a. mit selber kochen eine Tagesstruktur. Es dürfte extrem anspruchsvoll sein, an einem derart abgelegenen Ort 120 Leute aus verschiedenen Kulturen, teils traumatisiert, ohne jede Einkaufsmöglichkeit (ohne Auto) eine Tagesstruktur zu bieten, die nicht v.a. Probleme entstehen lässt. Sollen sie die Strassen bis Welschenrohr, Günsberg und Niederwil schneefrei halten? öV-Verbindungen nach Welschenrohr via SO!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Solche "Ansichten", was den Damen und Herren Wirtschaftsflüchtlingen zugemutet oder eben nicht zugemutet werden darf, schüren eine "Hosensack-Faust-Fremdenfeindlichkeit", Herr Bauert! Wenn ein geflüchteter Mensch endlich in Sichreheit ist, sollte eine solche Wohnlage längst genügen und ausreichen. Die "Gutmenschen" sollten den Bogen nicht immer straffer überspannen, sonst explodiert das "Pulverfass" noch viel früher, als es voraussehbar ist!
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