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Aargau Solothurn Lebensgefährlicher Kupferdiebstahl in Zeiningen

Ein enormes Risiko gingen Kupferdiebe entlang der SBB-Bahnlinie Zeiningen-Mumpf ein. Direkt bei der Fahrleitung entwendeten sie ein 660 Meter langes Erdungskabel. SBB-Mitarbeiter entdeckten den Diebstahl am Donnerstagmorgen. Es ist nicht der erste solche Fall im Kanton Aargau.

Bild der Masten bei Zeiningen ohne Erdungskabel
Legende: Wie genau die Diebe die Kupferkabel nahe der Fahrleitung entfernen, ist der Kantonspolizei Aargau noch nicht klar. zvg

Der Wert des gestohlenen Erdkabels beträgt 18'000 Franken. Die Polizei geht davon aus, dass in der Nacht auf Donnerstag eine professionelle Diebesbande aus dem Ausland am Werk gewesen war.

Das in Stücke geschnittene Kupferkabel wurde offenbar auf ein grösseres Fahrzeug verladen. Die Diebe gelangten über die Autobahn A3 zur Bahnstrecke. Angestellte des Nationalstrassenunterhalts entdeckten bei Mumpf eine Lücke im Wildschutzzaun.

Akute Lebensgefahr

Das Abmontieren des Erdseils, das die Fahrleistungsmasten der Bahn verbindet und erdet, ist lebensgefährlich. Die Erdungskabel befinden sich in der Nähe der Fahrleitung mit 15'000 Volt Spannung. Bei einem Stromschlag muss eine Person die Stromleitung nicht berühren, um getötet zu werden.

Bereits im Herbst 2009 gab es vier ähnliche Diebstähle im Aargau. Auf unbekannte Weise kappten die Diebe jeweils bei den Masten das Kabel.

1 Kommentar

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  • Kommentar von sori Frech, Luzern
    Wie werden die Kabel abmontiert-mit stark isolierten Kappgeräten und so auch aus der Halterung gehoben. Wieso sucht man nicht ganz gezielt bei den Receycling Plätzen - dort werden die >Kupferkabel billig angekauft auch in dem Wissen, das es gestohlene Kabel sind. Die Diebe machen sich wohl kaum auf den Weg über die Grenze - viel zu heiss.
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