Leicht mehr Arbeitslose in den Kantonen Aargau und Solothurn

Im Aargau waren im August 20'645 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 180 mehr als im Vormonat. Die Quote bleibt damit aber bei 3 Prozent. Im Kanton Solothurn sind 138 Personen mehr als arbeitslos registriert, insgesamt 3891 Personen. Damit steigt dort die Quote von 2,6 auf 2,7 Prozent.

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Regionale Zahlen AG

Regional ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Kulm mit 3,9 Prozent am höchsten. Dahinter folgten die Bezirke Baden und Zurzach mit je 3,4 Prozent. Ebenfalls noch über dem kantonalen Wert liegt der Bezirk Bremgarten mit 3,2 Prozent. Die tiefste Arbeitslosenquote weist mit 2,2 Prozent der Bezirk Muri auf.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ist im August um 180 auf 10'645 Personen angestiegen. Dennoch verharrt die Arbeitslosenquote wie im Juli bei 3,0 Prozent. Damit liegt der Aargau leicht unter dem Schweizer Schnitt von 3,2 Prozent.

Mehr junge Arbeitslose

Zugenommen hat allerdings die Zahl der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag bekanntgab. Grund für den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sind die zu Ende gegangenen Schul- und Lehrjahre.

Ende August waren 1676 Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 295 mehr als Ende Juni. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse stieg im Vergleich zum Vormonat deutlich um 0,6 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

Zahlen werden sich normalisieren

Allerdings: Sorgen machen sich die Experten bei den Wirtschaftsämtern deswegen nicht. Viele dieser jungen Leute würden bis in einigen Monaten eine Lehr- oder Arbeitsstelle gefunden haben, heisst es auf Anfrage von Radio SRF.

«Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen steigt im Sommer immer, weil viele junge Leute aus der Schule oder aus der Lehre kommen und noch keine Anschlusslösung gefunden haben», erklärt Jonas Motschi vom Solothurner Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Kurzarbeit wegen Frankenstärke

Bei den übrigen Altersklassen ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Bei den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und bei der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende August 14'731 Personen als stellensuchend registriert. Das sind 117 mehr als im Vormonat.

Im August beantragten 23 Betriebe Kurzarbeit, gleich viele wie im Vormonat. Die meisten Unternehmen geben als Grund Probleme mit dem starken Franken an. In den neu gemeldeten Betrieben sind potenziell 521 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen.

Kanton Solothurn: Höhere Quote

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Regionale Zahlen SO

Die höchste Arbeitlosenquote weist die Region Grenchen mit 3,8 Prozent auf. Dahinter folgt die Region Solothurn mit 2,8 Prozent. Quoten unter dem kantonalen Mittel weisen die Regionen Olten/Gösgen/Gäu und Thal mit je 2,5 Prozent sowie die Region Thierstein/Dorneck mit 2,3 Prozent auf.

Im Kanton Solothurn hat sich die Zahl der Arbeitslosen im August gegenüber dem Vormonat um 138 auf 3891 Personen erhöht. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 2,6 auf 2,7 Prozent.

Die Zahl der Stellensuchenden lag bei 6080 Personen und war damit um 31 Personen höher als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote blieb bei 4,2 Prozent.

Für den Anstieg seien auch im Kanton Solothurn vor allem Schul- und Lehrabgänger verantwortlich, die sich zur Stellenvermittlung angemeldet haben, schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit in einer Mitteilung vom Dienstag.

(Bildnachweis: Colourbox/Symbolbild)