Zwischenfall SBB Loch wegen Tunnelarbeiten am Eppenberg

Beim Vortrieb für den SBB-Eppenbergtunnel ist am Samstag in einem Feld in Gretzenbach ein Loch mit 5 Metern Durchmesser und einer Tiefe von drei Metern entstanden. An dieser Stelle beträgt die Schicht zwischen Tunnel und Erdoberfläche 15 Meter.

Loch in Feld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Da staunte der Bauer wohl nicht schlecht. ZVG / SBB CFF FFS

Die Rutschung fand 16 Meter hinter der Tunnelbohrmaschine statt, wie die SBB am Dienstag mitteilte. Die entstandene Vertiefung wird in den nächsten Tagen mit Kies und Erde aufgefüllt. Es sind weder Häuser noch Personen betroffen.

In der noch vor der Tunnelbohrmaschine liegenden bebauten Zone des Lockergesteins ist mit keinen weiteren Rutschungen oder Absenkungen zu rechnen. Die Tunnelbohrmaschine unterquert im Lockergestein auch einzelne Liegenschaften. Die Gebäude werden rund um die Uhr mit modernsten Messgeräten überwacht. Bereits kleinste Bewegungen würden entdeckt.

Darum wird gebohrt

Der Vierspurausbaus Olten–Aarau mit dem Eppenbergtunnel als
Hauptprojekt behebt eines der grössten Nadelöhre auf der Ost-West-Achse,
der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes. Das
855-Millionen-Franken-Projekt ermöglicht ab Ende 2020 mehr Züge im
Regional- und Fernverkehr und sichert gleichzeitig dem Güterverkehr die
nötigen Kapazitäten.