Mehr Grenzgänger im Aargau, deutlich mehr im Kanton Solothurn

Es gibt immer mehr Personen, die zwar im Ausland wohnen, aber in der Schweiz arbeiten. Gemäss der neusten Statistik des Bundes hat die Zahl der Grenzgänger 2013 um 3,8 Prozent zugenommen. Weniger deutlich ist die Zunahme in den Grenz-Kantonen Aargau und Solothurn.

Grenze in Koblenz. Blaues Strassenschild weist den Weg zum Zoll. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Aargau und in Solothurn gab es 2013 mehr Grenzgänger, der Anstieg ist aber kleiner als der Schweizer Durchschnitt. Keystone

In der Schweiz waren Ende 2013 insgesamt 278'500 ausländische Grenzgänger tätig. Die Zahl hat von Ende 2012 bis Ende 2013 um 3,8 Prozent zugenommen. Über fünf Jahre hinweg, von 2008 bis 2013, beträgt das Wachstum sogar fast 29 Prozent.

Viele der Grenzgänger arbeiten im Aargau. Ende 2013 waren es 12‘836. Das waren 1,8 Prozent mehr als Ende 2012. Von den Grenzgängern im Aargau waren fast alle Deutsche, nämlich 11‘275. In absoluten Zahlen ist das der zweithöchste Wert von allen Kantonen. Nur in Basel-Stadt gibt es mehr Grenzgänger aus Deutschland.

Franzosen in Solothurn, Deutsche im Aargau

Im Kanton Solothurn gibt es weniger Grenzgänger als im Aargau, dafür ist ihre Anzahl 2013 deutlicher angestiegen. Die 1‘802 Grenzgänger, die im 4. Quartal 2013 ins Solothurnische zur Arbeit kamen, entsprachen einer Zunahme von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Quartal, was fast dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Die meisten Grenzgänger im Kanton Solothurn kommen aus Frankreich (1‘063), gefolgt von Deutschland (710).

Gemäss dem Bundesamt für Statistik arbeiten die Grenzgänger in der Schweiz nach wie vor tendenziell in weniger gut qualifizierten Berufen. Grenzgänger (17,9%) sind deutlich häufiger als die übrigen Erwerbstätigen (3,7%) als Hilfsarbeitskräfte tätig.

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Zahl der Grenzgänger nimmt weiter zu

1:26 min, aus Tagesschau am Mittag vom 3.3.2014