Mehr Tagesplätze für Betagte im Kanton Solothurn

Der Kanton Solothurn soll mehr Tagesplätze für Betagte schaffen und diese auch mit 25 Franken pro Platz subventionieren. Das fordert ein breit abgestütztes Initiativkomitee. Das Angebot soll so günstiger und grösser werden.

Alte Frau an Rollator läuft vor Stühlen her Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Tagesheime für betagte Menschen sollen Angehörige entlasten und alte Leute vor Vereinsamung und Verwahrlosung schützen. Keystone (Symbolbild)

Tagesplätze für betagte Menschen, also Einrichtungen, wo alte Leute tagsüber betreut werden, sind rar im Kanton Solothurn. Es gibt nur gerade 100 solche Plätze und diese sind relativ teuer. Dies könnte sich aber bald ändern, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF in Erfahrung bringen konnte.

Eine kantonale Initiative fordert nämlich, dass die Plätze für betagte Frauen und Männer günstiger werden, und dass das Angebot auf 250 Plätze ausgebaut wird. Die Initiative, die Ende Woche im Amtsblatt publiziert wird, verlangt, dass sich der Kanton Solothurn an jedem Tagesplatz mit 24 Franken beteiligt.

Das Initiativkomitee steht vor einem Haus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Initiativkomitee: Urs Hufschmid, Präsident; Nationalrätin Bea Heim, Vizepräsidentin; Ruedi Fasnacht, Graue Panthe... zvg

Hinter dem Volksbegehren steckt ein breit abgestütztes Komitee. Neben der GSA, der Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime, sind auch die Pro Senectute und die Alzheimervereinigung vertreten. Man wolle mit der Initiative eine Versorgungslücke in der teilstationären Pflege stopfen, heisst es in einer Mitteilung des Komitees, die Radio SRF vorliegt.

«Längerfristig kann man markant Kosten sparen»

Urs Hufschmid ist Präsident der GSA und des Initiativkomitees. Für ihn ist klar: «Der Bedarf an solchen Plätzen ist gross im Kanton Solothurn. Wir sind nahe beim Zielpublikum, wir erleben das tagtäglich.»

Tagesstätten für Betagte sollen einerseits die pflegenden Familien entlasten und andererseits alte Leute vor Vereinsamung und Verwahrlosung bewahren. Hufschmid ist sicher, dass das Geld dort am richtigen Ort eingesetzt wird. «Längerfristig helfen solche Plätze markant Geld zu sparen im stationären Bereich.»

Die Initiative erscheint am Freitag im Amtsblatt, danach beginnt das Komitee mit dem Sammeln von Unterschriften. Die beteiligten Institutionen hoffen, möglichst schnell voranzukommen. Sie wollen ihre Idee rasch vors Volk bringen.