Mehrkosten für Fernwärmeverbund wegen Beznau-Revision

Die Blöcke 1 und 2 des AKW Beznau befanden sich im Herbst 2015 gleichzeitig in Revision. Dies hatte auch Auswirkungen auf das regionale Fernwärmenetz. Die Refuna musste während fünf Monaten mit Öl heizen, als Ersatz für die Abwärme aus dem AKW. Die Mehrkosten werden nun aufgeteilt

Eine Hand dreht den Thermostat an einem Heizkörper. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehrkosten für Fernwärmekunden in der Region Döttingen, weil Beznau 1 und 2 gleichzeitig vom Netz waren. Keystone

Von August bis Dezember 2015 verbrannte die Refuna 5,5 Millionen Liter Öl in ihren Reserveheizwerken. Der Wegfall der Abwärme von Beznau verursachte Kosten von über vier Millionen Franken.

Ein Teil der Wärme wurde von der Fernwärme Siggenthal AG bezogen. Mit der Wiederinbetriebnahme von Block 2 nach Weihnachten konnte das gesamte Refuna-Netz wieder mit AKW-Abwärme versorgt werden.

Die Mehrkosten für den Reservebetrieb bis am 30. September werden von der Refuna getragen, wie diese am Dienstag mitteilte. Den Rest von knapp vier Millionen Franken, die ab dem 1. Oktober 2015 anfielen, werden aufgeteilt.

Die Refuna übernimmt 60 Prozent, die Ortsnetzgemeinden Würenlingen, Böttstein, Döttingen und Endingen zusammen 20 Prozent. Die restlichen 20 Prozent werden den Kunden in Rechnung gestellt. Der Preis erhöht sich für alle Kunden um 0,8 Rappen pro Kilowattstunde bezogener Wärme.