Mühsame Grenzübergänge im Zurzibiet wegen schlechter Absprache

Wegen gleichzeitiger Bauarbeiten in Kaiserstuhl und Koblenz sind die beiden dortigen Brücken über den Rhein nach Deutschland momentan geschlossen. Weil damit zwei von drei Grenzübergängen aus dem Zurzibiet nach Deutschland geschlossen sind, kommt es bei den anderen Übergängen vermehrt zu Stau.

Autofahrer, welche in diesem Frühling im Zurzibiet von Deutschland in die Schweiz oder umgekehrt wollen, müssen Umwege fahren und brauchen mehr Geduld. Zeitweise sind zwei von drei Grenzübergängen gleichzeitig gesperrt.

Mangelhafte Absprache

In Kaiserstuhl wird die Rheinbrücke vom 8. April bis zum 2. August für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt. Grund dafür sind Strassenbauarbeiten, welche der Kanton Aargau ausführt. So wird die Kantonsstrasse saniert und Werkleitungen erneuert. Auf deutscher Seite nutzt das Regierungspräsidum Freiburg die Sperrung um den Belag auf der Brücke zu erneuern.

Gleichzeitig wird nun aber in Koblenz das Zollgebäude neu gebaut. Daher muss der dortige Grenzübergang nach Waldshut vom 29. April bis zum 12. Mai teilweise gesperrt werden und Autos können zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nicht über die Brücke fahren.

Dass die zwei Übergänge gleichzeitig geschlossen werden sei auch auf eine mangelhafte Absprache der ausführenden Behörden zurückzuführen sagt Jasmine Blum, die stellvertretende Mediensprecherin des zuständigen Grenzwachtkommandos: «Hier hat die Absprache nicht optimal geklappt».

Umwege, Wartezeiten und Stau

Stau am Grenzübergang Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stau am Grenzübergang wird es im Zurzibiet in den nächsten Wochen vermehrt geben. Keystone

Wenn die Grenzübergänge in Kaiserstuhl und Koblenz gleichzeitig geschlossen sind, muss der Verkehr über Bad Zurzach umgeleitet werden. Da es dort schon im Normalbetrieb viel Verkehr hat, wird die dortige Situation in den nächsten zwei Wochen mühsamer werden.

«Autofahrer müssen mit längeren Reisezeiten und Umwegen rechnen», sagt Jasmine Blum vom Grenzwachtkommando, die Autofahrer würden je nachdem über Bad Zurzach, Laufenburg oder Eglisau umgeleitet.

In Eglisau zeigten sich am Wochenende schon erste Folgen. Der Verkehr am kleinen Rheinübergang war deutlich grösser als sonst und führte zu Stau und längeren Wartezeiten.

Nun gilt es die Situation gut zu beobachten. Denn der Grenzübergang in Koblenz wird wegen der Sanierung der Zollbrücke erneut gesperrt werden, und zwar von Juli bis September 2014.