Müssen Solothurner Kulturinstitutionen über die Klinge springen?

Die Stadt Solothurn ist bekannt für ihr vielfältiges Kulturprogramm. Damit dieses Angebot nicht in der «provinziellen Bedeutungslosigkeit versinkt», gründeten zwei bekannte Gesichter der Solothurner Kulturszene vor zehn Jahren das «Regionsprogramm Kultur». Die Bilanz fällt nun aber nüchtern aus.

Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn, Blick von aussen durch den Maschendrahtzaun. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zu den Betrieben im «Regionsprogramm Kultur» gehört auch die Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn. SRF

Heinz Urben und Pipo Kofmehl haben das Projekt «Regionsprogramm Kultur» 2004 lanciert. Damit sollten die Stadt Solothurn und die Region Lösungen suchen, um die einmalige kulturelle Vielfalt und Qualität längerfristig sicherzustellen. Eines der Hauptziele des Projekts war, dass die umliegenden Gemeinden sich finanziell an den Kulturangeboten in der Stadt Solothurn beteiligen.

Heinz Urben: «Es braucht noch Zeit»

Datenerhebungen hatten ergeben, dass die Mehrzahl der Besucher aus den umliegenden Gemeinden stammen. Deshalb wollte man, dass sich diese an den Kosten des Kulturangebots beteiligen. Dieses Ziel wurde jedoch verfehlt. Der Vorschlag wurde von allen 54 umliegenden Gemeinden abgelehnt.

«Angebote, welche gemeinsam genutzt werden, sollten auch gemeinsam finanziert werden», sagt Heinz Urben, gegenüber vom Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Er ist sich sicher, dass das Ziel, welches das Regionsprogramm hatte, noch erreicht werden kann. Heinz Urben glaubt, dass sie Gemeinden mit der Zeit einlenken werden.

Nach zehn Jahren geht das Programm nun zu Ende. Heinz Urben betont aber, dass dies nicht geschehe, weil die Gemeinden keine Mitfinanzierung wollen. Es stellt sich aber nun die Frage, ob Solothurn in Zukunft ein kleineres Kulturangebot hat. «Nein, wir übernehmen die Kosten weiterhin», sagt Stadtpräsident Kurt Fluri.

Repla will nur noch für vier Kulturhäuser Geld fordern

Nun will die Regionalplanungsgruppe (Repla) Solothurn dieses Ziel erreichen und für eine Mitfinanzierung der Gemeinden kämpfen. Mit einem Unterschied, dass man nur noch Geld für die vier grössten kulturellen Institutionen der Stadt fordert. Nämlich für das Stadttheater, das Naturmuseum, die Zentralbibliothek und das Alte Spital.