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Aarau: Soll Insel aus der Aare verschwinden?
Aus Schweiz aktuell vom 17.06.2019.
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Neues Aarekraftwerk Aarau Der beliebte Mitteldamm soll weg

  • Für 135 Millionen Franken soll in Aarau das bestehende Wasserkraftwerk durch ein neues ersetzt werden.
  • Dabei soll die Stromproduktion im Vergleich zum alten Kraftwerk dank neuen Turbinen und der Entfernung des Mitteldammes im Kraftwerk-Kanal um 20 Prozent erhöht werden.
  • Gegen die Entfernung des Dammes regt sich Widerstand; ein Verein setzt sich für den Erhalt ein. Die Kraftwerkbetreiberin nahm an ihrem Projekt deshalb nochmals Änderungen vor.

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Legende:Der Aarekanal mit und ohne MitteldammDie Eniwa will den MItteldamm entfernen und so die Leistung ihres Kraftwerks steigern.zvg

Sowohl die Kraftwerkbetreiberin Eniwa als auch der Verein «Rettet den Mitteldamm» erhoffen sich einen Kompromiss in der Frage, was mit dem schmalen, 1.5 Kilometer langen Damm in der Mitte der Aare in Aarau passieren soll. Eniwa hat nun am Montagabend ihre neuste Version des Kompromisses vorgestellt. Dabei hält Eniwa an der Entfernung des Dammes fest, da sie dadurch mehr Strom produzieren kann.

Das Schicksal des Mitteldamms

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Bereits entschieden ist, dass der obere Teil des Mitteldammes entfernt wird. Dieser ist 750 Meter lang und liegt auf dem Gebiet des Kantons Solothurn. Schon im Jahr 2015 hatten die Behörden den Teilabriss des Dammes bewilligt.

Die Eniwa will den 1.6 Kilometer langen Damm in der Mitte des zum Kraftwerk führenden Kanals vollständig beseitigen. Sie argumentiert, dass sie die Leistung des Kraftwerks durch den Neubau um 21 Prozent steigern könne. Ein Drittel der Leistungssteigerung resultiere aus der Entfernung des Dammes.

Im Gegenzug plant Eniwa zehn zusätzliche Massnahmen, um die Gegend weiterhin als Naherholungsgebiet gebrauchen zu können. So soll auf der nahen Insel ein weiterer Fussweg entstehen. Ein neuer kleiner Bach sowie ein flacher Gewässerabschnitt in Ufernähe sollen bei Mensch und Tier für Erholung sorgen. Schwimmer dürften sich zudem in Zukunft über Duschen und Ausstiegsstege freuen.

Ob diese Massnahmen die Befürworter des Mitteldammes überzeugen, ist noch nicht sicher. Im Vorfeld gaben sie sich jedoch kämpferisch. Co-Präsident Peter Gloor drohte mit einer «elend langen Rechtsgeschichte». Für die Eniwa wäre es jedoch wichtig, dass das Projekt zügig vorwärts geht. «Es stehen 35 Millionen Franken Fördergelder vom Bund auf dem Spiel», sagt CEO Hans-Kaspar Scherrer.

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