Quarantäne über Bremgarter Alterszentrum wegen Norovirus

Im Alterszentrum «Bärenmatte» in Bremgarten wütet das Norovirus. Wer davon befallen ist, leidet unter Durchfall und Erbrechen. Weil das Virus extrem anteckend ist, wurde über das Alterszentrum eine Quarantäne verhängt. Betroffen davon ist auch der externe Mahlzeitendienst.

Der Mahlzeitendienst bringt einer Seniorin das Mittagessen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für viele ältere Menschen ist der externe Mahlzeitendienst eine wichtige Hilfe im Alltag (Symbolbild). Keystone

Rund 20 Haushalte werden im Raum Bremgarten vom Alterszentrum «Bärenmatte» aus mit Mahlzeiten verpflegt. Weil nun aber das Alterszentrum unter Quarantäne steht, fällt auch der externe Mahlzeitendienst aus.

Für die betroffenen Haushalte ist aber vorgesorgt. Gemäss einem speziellen Norovirus-Konzept übernimmt nun die Spitex der Region Bremgarten die Verantwortung für die Verpflegung der Betroffenen.

Eine Lösung für alle Betroffene

Allerdings könne die Spitex nicht alle fraglichen Mahlzeiten selber kochen, sagte Spitexpräsidentin Erna Staub dem Regionaljournal. Sie habe aber für alle Haushalte eine Lösung gefunden, sei dies nun via Angehörige oder via Nachbarn. Für zwei Haushalte übernimmt die Spitex selber das Kochen.

Lange sollte der Ausnahmezustand ohnehin nicht mehr andauern. Geplant ist nämlich, dass die Quarantäne bereits am Freitag wieder aufgehoben wird. Dann werden auch die externen Haushalte wieder vom Alterszentrum aus bekocht.

Keine Medikamente gegen Norovirus

Noroviren verursachen beim Menschen Brechdurchfall, umgangssprachlich auch als Magen-Darm-Grippe bekannt. Die Krankheit ist extrem ansteckend und kommt hauptsächlich in den Wintermonaten vor. Gefährlich ist sie vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen, Kranke verlieren viel Flüssigkeit und können austrocknen. Sie müssen deshalb genügend trinken. Eine medikamentöse Bekämpfung des Virus gibt es nicht.