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Rekord-Bau in China Aargauer asphaltiert längste Meeres-Brücke der Welt

Legende: Video Gussasphalt für langlebige Konstruktionen abspielen. Laufzeit 04:05 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.07.2018.

Es ist ein Mega-Bau-Projekt, das nun beendet wurde: Die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke. Sie verbindet Zhuhai auf dem chinesischen Festland mit Macau und Hongkong, ist 50 Kilometer lang und gilt als längste Meeres-Brücke der Welt. Sie verkürzt die Reisezeit von Zhuhai nach Hongkong oder Macao von vier Stunden auf etwa 30 Minuten.

Brücke
Legende: Imago

Am Bau massgeblich beteiligt war mit Heinz Aeschlimann ein Aargauer Unternehmer. Aeschlimann war für den Belag der gesamten Brücke verantwortlich.

Heinz Aeschlimann auf Brücke
Legende: SRF

Aeschlimann mischt in seinem Unternehmen in Zofingen spezielle Brücken-Beläge. «Jede Brücke hat eine andere Rezeptur, abhängig von den Temperaturen», erklärt er. Auch wie stark die Brücke befahren ist, fliesst in die spezielle, geheime Asphaltmischung ein.

Bauarbeiten Brücke
Legende: SRF

Der Belag auf der chinesischen Brücke ist ein sogenannter Gussasphalt. Dieser ist absolut wasserdicht, deshalb brauche es nur eine relativ dünne Schicht, erzählt Aeschlimann. So spare man vor allem beim Gewicht der Brücke.

Mann auf Brücke
Legende: SRF

Damit beim Bau nichts schief geht, hat Heinz Aeschlimann die Arbeiter vor Ort geschult. Dazu sei neben der Brücke eine extra Trainingspiste aufgebaut worden, 800 Meter lang. Da seien die Arbeiter sechs Monate geschult worden.

Bauarbeiten
Legende: SRF

Den Durchbruch mit seinen Asphalt-Rezepturen feierte Heinz Aeschlimann vor 35 Jahren. Dies beim Bau des Gubristtunnels. Täglich fahren heute 120'000 Fahrzeuge durch den Tunnel, der Belag musste aber noch nie ausgewechselt werden. Seither sind Aeschlimanns Beläge auf der ganzen Welt im Einsatz: in Polen, der Ukraine, Dänemark oder eben in China.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Jorns (rjo)
    Wow, super Leistung in der Zeit! Bei uns brauchen die 2 Jahre für eine Brücke von 40m!!!
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  • Kommentar von Raphael Dohner (Bouchnuuschti)
    @ SRF-Redaktion: „Aargauer teert längste Meeres-Brücke der Welt“ „Geteert“ wird zumindest in Europa schon seit den 1980er-Jahren nicht mehr. Teer ist krebserregend und wird daher nicht mehr als Baustoff, respektive als Bindemittel in Belägen verwendet. Strassen werden heute also asphaltiert... ...oder man baut Belag ein. Aber „teeren“ sollte man tunlichst unterlassen. Nicht, dass man da der renommierten Firma Aeschlimann etwas unterstellt.
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    1. Antwort von SRF News
      Herzlichen Dank für ihren Hinweis.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Ist doch prächtig, wenn alle dieser Nation zudienen. Sie scheint ja nichts in einer Taille humaine machen zu können. Ich finde es irgendwie sehr kurzsichtig, wie alle devot sind und kuschen wenn es um das Reich der Mitte geht.
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    1. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      Hurra, ein Haar in der Suppe ist gefunden! Wer die Verdriesslichkeit noch steigern wollte, könnte auf die „entsetzlichen Folgen der Globalisierung“ verweisen, da hier eine westliche Firma den Chinesen „die Arbeit wegnimmt“ - und das erst noch mit Asphaltmischungen, die um den halben Planeten geschippert wurden, anstatt vor Ort in China im Tante-Emma-Laden ökologisch korrektes, aus der Region stammendes, nachhaltiges Material zu ordern.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @demelgruber: Mag sein, dass ich China gegenüber zu skeptisch bin. Ich stelle fest, dass still und unaufgeregt weltweit eine Art 'Hinterland' Sicherung über die Bühne geht. Ganze Regionen, Infrastrukturen oder Knowhows werden auf kluge daoistisch startegische Weise übernommen. Ihre ökologische Häme können Sie sich sparen. Noch was, China reitet sich, viele meinen, es könne sich wie der Baron von Münchhausen selber aus dem Umweltdebakel ziehen, in eine Umweltkatastrophe Chinesischen Ausmasses.
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