Solothurner Wahlen 2017 Rekord: So viele wie noch nie wollen Kantonsrat werden

Begehrte Politiker-Jobs: Für die bevorstehenden Parlamentswahlen im Kanton Solothurn haben sich so viele Personen angemeldet wie nie zuvor. 505 wollen Kantonsrat werden. Darunter hat es ein paar Prominente, einen ganz jungen Kandidaten, und nur wenige Frauen:

  • Für die Wahl vom 12. März 2017 haben sich 58 Personen mehr angemeldet als vor vier Jahren. 505 kämpfen um die 100 Sitze im Solothurner Kantonsrat.
  • Der Frauenanteil beträgt 27,9 Prozent. Der Anteil ist damit noch tiefer als vor vier Jahren. Damals waren 29,1 Prozent der Kandidaten Frauen.
  • David Häring aus Gempen (SP) ist der jüngste Kandidat. Er wird erst einige Tage vor der Wahl 18 Jahre alt.
  • Georg Schellenberg aus Oensingen (SVP) ist mit 75 Jahren der älteste Kandidat. Das Durschschnitts-Alter aller 505 Kandidaten beträgt 42 Jahre.
  • Mit Joseph Maushart (CVP) und Simon Michel (FDP) treten zwei bekannte und namhafte Firmenpatrons zur Wahl an. Maushart ist Chef des Werkzeugherstellers Fraisa in Bellach (500 Mitarbeiter), Michel führt das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed (1200 Mitarbeiter).
  • Auch der Nachwuchs der Solothurner Polit-Prominenz drängt auf die Kantonsrats-Bühne: Die Söhne von SP-Regierungsrat Peter Gomm und SP-Regierungsratskandidatin Susanne Schaffner treten für die Junge SP Region Olten zur Wahl an, der Sohn von Staatsschreiber Andreas Eng für die FDP.
  • Es gibt nur Wahl-Listen von bekannten Parteien. Exoten oder Einzelkämpfer treten keine zur Wahl an.
  • Die grössten Wahlchancen, gemessen am Verhältnis der zu vergebenden Sitze zur Anzahl Kandidierenden, haben die Kandidaten in der Amtei Thal-Gäu. Am geringsten sind die Wahlchancen für die Kandidaten in der Amtei Solothurn-Lebern.
  • Von den 100 bisherigen Kantonsräten treten 15 nicht mehr an. Bei der letzten Wahl vor vier Jahren waren es 23.

(Bildnachweis Front: Keystone)