Schritt vor für 300 neue Arbeitsplätze in der Region Grenchen

Der Biotechnologiekonzern CSL Behring kommt der Realisierung der neuen Produktionsstätte in Lengnau näher. Nach Angaben der Gemeinde Lengnau hat das bernische Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Baubewilligung abgewiesen. Der Konzern will rund 400 Millionen Franken in Lengnau investieren.

Die Beschwerdeführerin hatte unter anderem geltend gemacht, sie sei Anwohnerin des geplanten Areals. Das Naherholungsgebiet Lengnaumoos, das sie als Spaziergängerin regelmässig besuche, werde durch die Ansiedlung zerstört.

Die Frau wohne etwa einen Kilometer weit vom Areal CSL Lengnau weg, schreibt die Gemeinde Lengnau in einer Pressemitteilung, welche die Berner Zeitung auf der Website der Gemeinde entdeckte.

Einsprecherin nicht nahe genug

«Dazwischen liegen grosse Teile des Dorfes Lengnau, mehrheitlich Wohngebiet, das von mehreren Strassen und der Bahnlinie unterteilt wird.» Die Berner Kantonsregierung war auf die Beschwerde nicht eingetreten, weil die Frau zu weit weg vom Areal wohne. Das Verwaltungsgericht hat diesen Entscheid gestützt.

Produktionsstätte CSL Behring in Bern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: CSL Behring ist eines der weltweit führenden, auf die Herstellung von Plasmaprodukten spezialisiertes Unternehmen. Keystone

Für das Gericht ist «nicht ersichtlich, inwiefern der beschwerdeführenden Person durch die geplante Überbauung Beeinträchtigungen drohen, welche sie mehr als die Allgemeinheit betreffen». Die Beschwerdeführerin kann den Entscheid ans Bundesgericht weiterziehen.

Die CSL Behring will in Lengnau rund 400 Millionen Franken in eine neue Fabrik investieren, die 300 neue Arbeitsplätze schaffen soll. Ab 2019 sollen in dem Gebäudekomplex drei neue rekombinante Gerinnungsfaktoren für Menschen mit Hämophilie produziert werden. Hämophilie ist eine Erbkrankheit, die zu einer Störung der Blutgerinnung führt.