Schwimmbad-Sanierung in Bremgarten nimmt wieder erste Hürde

In Bremgarten war es der Dauerbrenner der letzten Jahre: die Schwimmbad-Sanierung. Am Donnerstag hat die Gemeindeversammlung nun ja gesagt zu einem 6-Millionen-Kredit für die Sanierung. Doch der Widerstand hat sich bereits wieder formiert. Sicher ist noch nichts.

Abstimmung über den Schwimmbad-Kredit Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeindeversammlung sagte mit grosser Mehrheit Ja zum Sanierungs-Kredit. Die FDP blieb vorerst chancenlos. SRF

2012 hatte sich die Gemeindeversammlung für einen Sanierungskredit von 9 Millionen Franken für das Hallen- und Freibad ausgesprochen. Die FDP wehrte sich aber mit einem Referendum dagegen. Bei der Urnen-Abstimmung wurde der Kredit dann abgelehnt. Am Mittwoch wurde nun an der Gemeindeversammlung über einen Kredit von 6 Millionen abgestimmt.

Freibad der Badeanlage Isenlauf in Bremgarten im Sommer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Badeanlage Isenlauf macht jährlich ein Defizit von 400'000 Franken. Das Hallenbad ist baufällig. ZVG

FDP wehrt sich erneut

Bevor es jedoch zur Abstimmung kam, stellte die FDP einen Rückweisungsantrag. Sie forderte ein klares Finanzierungskonzept. «Dieses Schwimmbad wird regional genutzt. Die umliegenden Gemeinden sollen sich am Unterhalt beteiligen», sagte der Präsident der FDP Bremgarten, Stefan Hausherr, gegenüber Radio SRF.

Die Gemeindeversammlung lehnte den Antrag der FDP jedoch ab und stimmte stattdessen mit einer grossen Mehrheit dem vom Stadtrat beantragten Kredit zu. Sehr zur Erleichterung von Stadtammann, Raymond Tellenbach. Die einzige Alternative zur Sanierung der Anlage wäre laut dem Stadtrat ein Abriss des Hallenbades.

Tellenbach betonte gegenüber Radio SRF, dass noch nichts sicher sei: «Ich freue mich natürlich sehr, trotzdem müssen wir noch die Referendumsfrist abwarten.» Die Frist läuft bis Mitte Januar 2015.

An der Versammlung wurde ausserdem über eine Erhöhung des Steuerfusses befunden. Die Finanzkommission hatte einen Steuerfuss von 100 Prozent gefordert. Die Versammlung beschloss auf Antrag des Stadtrats aber, dass der Steuersatz wie bisher bei 97 Prozentpunkten bleibt.