Solothurner FDP will nicht sparen

Der Solothurner FDP geht es finanziell wie dem Kanton: nicht rosig. Anders als beim Kanton will die Partei bei sich selber allerdings nicht sparen, sondern lieber mehr einnehmen. Die FDP will sich von einer Sympathisanten- zu einer Mitgliederpartei wandeln und fixe Mitgliederbeiträge einführen.

Die Solothurner FDP sitzt auf einem Schuldenberg von 100‘000 Franken. Ein Sanierungsfall sei die Partei allerdings nicht, beruhigt Präsident Christian Scheuermeyer im Regionaljournal Aargau Solothurn vom Samstag. Man habe sich mit Rückstellungen abgesichert.

Das Problem: Die Solothurner FDP ist eine Sympathisanten-Partei, so wie sonst nur noch die Luzerner und die Tessiner FDP. Im Grunde genommen kann jeder bei der Solothurner FDP mitmachen, ohne verbindlich etwas einzuzahlen.

Freisinnige wollen beim Wahlkampf nicht sparen

Das könnte sich nun ändern. Der Parteitag hat am Samstag in Oensingen entschieden, dass der Vorstand ein anderes Finanzierungsmodell prüfen soll. Zuvor hatten die Anwesenden klar gemacht, dass sie weder beim kantonalen Parteisekretariat sparen wollen, noch weniger für künftige Wahlkämpfe ausgeben wollen.

Solothurner FDP rechnet mit bis zu 2500 Mitgliedern

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Bildlegende: Die Solothurner FDP sitzt auf einem Schuldenberg von 100'000 Franken. Keystone

Als Mitgliederpartei könnte die Solothurner FDP mit mehr oder weniger fixen Einnahmen rechnen. Parteipräsident Christian Scheuermeyer geht davon aus, dass die FDP 2000 bis 2500 Mitglieder haben könnte, die einen Mitgliederbeitrag von 40 bis 50 Franken einzahlen könnten.

Die genauen Pläne muss der Vorstand jetzt allerdings erst ausarbeiten. Frühestens im Herbst entscheidet die Delegiertenversammlung, ob sich die Solothurner FDP von einer Sympathisanten- zu einer Mitgliederpartei wandelt und damit auch etwas von ihrem bisherigen Selbstverständnis aufgibt.