Solothurner Gebäude-Versicherung ändert Prämientarif

Die Prämien der Gebäude-Versicherung wird per 2015 viel einfacher und transparenter berechnet. Finanziell bleibt es damit für die meisten Solothurner Hausbesitzer jedoch beim Alten.

Die Solothurnische Gebäudeversicherung SGV hat ihren Prämientarif grundlegend überarbeitet. Der neue Prämientarif tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Der derzeitige Prämientarif enthält drei verschiedene Grundprämien für neun Gebäudekategorien, Zuschläge für über 130 Zweckbestimmungen und 15 Rabattmöglichkeiten.

Der neue Prämientarif ist einfacher und transparenter. Die Gebäudeversicherungsprämie setzt sich aus einer einheitlichen Grundprämie, einem Anteil für Prävention und Intervention sowie einem Risikozuschlag je nach Nutzungsart zusammen. Der Beitrag für Prävention und Intervention deckt beispielsweise die Gesamtkosten für Brandschutz, Elementarschadenprävention und Feuerwehr sowie die Personal- und Verwaltungskosten der Gebäudeversicherung selber.

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Bildlegende: Die Solothurner Gebäudeversicherung ändert ihre Tarife. Jetzt kann man rechnen ob es günstiger oder teurer kommt. Keystone

Für die meisten ändert kaum etwas

Für einen Drittel aller Hauseigentümer und rund 30‘000 Gebäude heisst das: tiefere, teilweise sogar viel tiefere Prämien.

Bei knapp zwei Dritteln der Hauseigentümer bleibt alles beim Alten. Rund 63‘000 Gebäude, davon rund 52‘000 Wohnhäuser, fallen in diese Kategorie. Sie zahlen gleich viel wie bisher oder höchstens bis zu fünf Franken mehr. Nur circa fünf Prozent aller Versicherten (4‘970 Gebäude) müssen eine Prämienerhöhung von über fünf Prozent erwarten. Bei ihnen fallen Rabatte weg.

Weniger Einnahmen für die SGV

Der neue Tarif bedeutet keine versteckte Prämienerhöhung. Im Gegenteil. Der SGV resultieren daraus jährliche Mindereinnahmen von 4.5 Prozent oder knapp 1.9 Millionen Franken im Vergleich zu heute.

Aber, man kann sich das leisten. «Dies dank haushälterischem Umgang mit den Finanzen, guten Schadenjahren mit tiefen Schadensummen und erfreulichen Erträgen aus den Finanzanlagen», sagt Alain Rossier, Direktor der SGV gegenüber Radio SRF.