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Solothurner Geschichte Grenchen war die Boom-Town

Das Bauerndorf: Noch im Jahr 1850 war Grenchen ein kleines Dorf mit etwa 1500 Einwohnern. In dieser Zeit legten einflussreiche Bewohner die Grundlage für die Zukunft. An einer Gemeindeversammlung regten sie an, die Uhrenindustrie in die Stadt zu holen.

Zwei Frauen mit Binokular
Legende: Im Gegensatz zu den Uhrenproduzenten im Jura setzte man in Grenchen auf Massenproduktion. ZVG / Stadtarchiv Grenchen

Die Boom-Stadt: Die Uhrenproduzenten haben Grenchen vorwärtsgebracht. Arbeiter strömten in die Stadt. Innerhalb eines Jahrhunderts hat sich die Einwohnerzahl fast verzehnfacht. Die Stadt begann Hochhäuser und ein Theater zu bauen. Man rechnete mit bis zu 30'000 Einwohnern.

Legende:
Anzahl Einwohner Grenchen In den 1970er Jahren hatte Grenchen über 20'000 Einwohner. Stadt Grenchen

Die Krisen-Stadt: Anfang der 70er-Jahre geriet die Uhrenindustrie in Schieflage. Die Billiguhren aus Asien machten den hiesigen Produzenten das Leben schwer. Es kam zu Massenentlassungen. In der Folge sank auch die Einwohnerzahl auf etwa 16'000.

Ein Gebäude mit Uhr von aussen
Legende: Die Uhrenindustrie prägt bis heute Grenchen architektonisch. Mario Gutknecht/SRF

Grenchen heute: Die Einwohnerzahlen waren bis 2005 zurückgegangen. Inzwischen geht es wieder auswärts. Allerdings hat die Region Grenchen kantonsweit weiterhin die höchste Arbeitslosenquote. Die Industrie macht immer noch etwa die Hälfte der Arbeitsplätze aus.

Neue Stadtgeschichte

Der Historiker Daniel Kauz und sein Team haben für die Stadt Grenchen die Geschichte der Gemeinde aufgearbeitet. Das Buch «Vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole» ist ab dem 27. Februar erhältlich.

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