Solothurner haben Bettag-Referendum in Rekordzeit geschafft

So schnell kommt selten ein Referendum zusammen. In weniger als zwei Wochen haben verschiedene Kreise im Kanton Solothurn bis jetzt 1700 Unterschriften gesammelt, um das vom Kantonsrat beschlossen Ruhetagsgesetz doch noch an die Urne zu bringen.

Ein Schaufenster mit gezogenen Vorhängen und der Aufschrift: «Wegen Bettag geschlossen!» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So war es und so soll es bleiben: Das Komitee will den Bettag als hohen Feiertag behalten. Nun gibt es eine Abstimmung. Keystone / Montage SRF

Die Solothurner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können darüber abstimmen, ob der Bettag neu ein gewöhnlicher Feiertag wird - oder ob er ein hoher Festtag bleibt. Das steht fest, nachdem verschiedene Kreise genügend Unterschriften für ein Referendum gesammelt haben. Das Referendumskomitee bestätigt eine entsprechende Meldung der Solothurner Zeitung.

«  Mittlerweile sind schon 1700 Unterschriften da, und es kommen immer mehr. »

Bernadette Rickenbacher
Solothurner CVP-Kantonsrätin aus Starrkirch-Wil

Die Zahl der Unterschriften steigt immer noch an, wie die Bernadette Rickenbacher von der CVP gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn bestätigt. «Mittlerweile sind schon 1700 Unterschriften da, und es kommen immer mehr.» Hinzu kommt, dass die Unterschriften laut Rickenbacher bereits beglaubigt sind.

Teile der CVP haben sich bei der Unterschriftensammlung beteiligt, ebenso ein Kantonsrat der EVP. Auch der Solothurner Gewerkschaftsbund und die «Solothurnische interkonfessionelle Konferenz» haben mitgesammelt.

Kantonsrat wollte Bettag zum gewöhnlichen Feiertag machen

Zuvor hatte der Solothurner Kantonsrat den Bettag neu definiert, und ihn vom hohen Feiertag zum gewöhnlichen Feiertag zurückgestuft. Mit dieser neuen Regelung im Ruhetagsgesetz könnte unter anderem auch die Solothurner Herbstmesse Heso am Bettag offen bleiben. Nun darf das Volk dazu Stellung nehmen.

Wann die Abstimmung stattfindet, ist noch nicht klar. Das Referendumskomitee hofft, dass bereits am 18. Mai abgestimmt wird. Laut Regierungssprecher Dagobert Cahannes hat die Solothurner Regierung darüber aber noch nicht diskutiert.