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Aargau Solothurn Solothurner Kinderkrippen sollen billiger werden

In den letzten Jahren sind im Kanton Solothurn zahlreiche Kitas entstanden. Heute gibt es 1'200 Plätze. Allerdings: Für viele Familien mit weniger finanziellen Mitteln sind die Krippen zu teuer. Im Kanton Solothurn soll es deshalb jetzt mehr subventionierte Krippenplätze geben.

Plastikbecher mit Zahnbürsten drin
Legende: Wer in Kindertagesstätten investiert, nimmt mehr Steuern ein, zeigt eine Studie des Kantons Solothurn. Keystone

Im Jahre 2002 gab es im Kanton Solothurn 29 Kindertagesstätten mit total 570 Plätzen. Ende 2015 waren es bereits 57 Kitas mit 1'200 Plätzen. Das zeigt eine Studie, die der Kanton am Donnerstag vorgestellt hat. Das Parlament hatte den Auftrag dazu gegeben.

Im Vergleich mit anderen Kantonen ist Solothurn in Sachen Krippenplätze im Mittelfeld, sagen die Studienverfasser. Pro 100 Kinder (0 bis 6 Jahre) gibt es im Kanton Solothurn 9 Kita-Plätze. Im Aargau sind es 12, im Kanton Sankt Gallen 6.

Kitas lohnen sich

Obwohl das Angebot kräftig ausgebaut wurde, gibt es Versorgungslücken. So fehlt es unter anderem an Plätzen, die sich auch Familien mit weniger finanziellen Mitteln leisten können. Auch Plätze für Bébés gibt es noch zuwenig.

Kinderbetreuungsangebote zu fördern kann sich für die Gemeinden lohnen, zeigt die Studie weiter. Für jeden Platz, der eine Kindertagesstätte anbietet, profitiert eine Gemeinde mit steuerlichen Mehreinnahmen von bis zu 5'500 Franken.

Gemeinden sollen Krippen mehr unterstützen

Der Solothurner Regierungsrat möchte das Angebot an Krippenplätzen nun weiter ausbauen. Er lädt die Gemeinden ein, ihre Möglichkeiten zu prüfen, wie mehr subventionierte Plätze geschaffen werden können.

Der Einwohnergemeinde-Verband unterstützt das, teilte er am Donnerstag mit. Der Verband hat bei der Studie mitgeholfen und wird jetzt eine Empfehlung an die Gemeinden abgeben, sich mehr zu engagieren. Man wolle aber keinen Druck auf die Gemeinden ausüben, sagte Verbands-Geschäftsführer Thomas Blum.

Auch der Kanton will mithelfen, dass mehr und günstigere Kita-Plätze entstehen. Das Bewilligungsverfahren soll einfacher werden und die Information über kantonale Richtlinien besser.

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