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Legende: Audio Ein Tag im Leben von Schriftsteller Ernst Halter an den Solothurner Literaturtagen. abspielen. Laufzeit 11:06 Minuten.
11:06 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 31.05.2019.
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Solothurner Literaturtage Mit Ernst Halter am Klassentreffen der Autoren

Wir haben den Aargauer Schriftsteller Ernst Halter (81) durch Solothurn begleitet. Von Autobahnfrust und Lesevergnügen.

10:30 Uhr: Ernst Halter trifft in Solothurn ein. Der in Zofingen geborene Schriftsteller wohnt im einstigen Sommersitz der Äbte von Muri, im Haus Kapf in Aristau. Nach Solothurn ist der 81-Jährige mit dem Auto gefahren – und ärgert sich jetzt: Man wisse gar nicht, ob man in Solothurn Ost oder Solothurn West ab der Autobahn fahren müsse, schimpft der Autor. Er und seine Lebensgefährtin Maria Galizia seien im Gaggo gelandet.

Ernst Halter und seine Lebenspartnerin.
Legende: SRF

11:00 Uhr: Das «Kino im Uferbau» ist während der Literaturtage ein Poesie-Salon. Hier liest Ernst Halter aus seinem neuen Gedichtband «Zwiegesicht». Halter beeindrucke durch eine radikale Poetisierung der Welt, lobt der Moderator: «Seine Gedichte sind Tiefenbohrungen in historischem wie alltäglichem Gelände.» Etwa 80 Personen lauschen interessiert.

Ein Saal, gefüllt mit Menschen, die dem Schriftsteller Ernst Halter, ganz klein am Ende des Saales, zuhören.
Legende: SRF

12:00 Uhr: Ernst Halter nimmt sich Zeit für seine Leserinnen und Leser. Vor dem Signiertisch stehen sie Schlange für ein Autogramm und ein kurzes Gespräch mit dem Schriftsteller, der im Jahre 2000 mit dem Aargauer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Er geniesst das Interesse an seiner Literatur sichtlich.

Ernst Halter signiert Bücher.
Legende: SRF

12:30 Uhr: Mittagspause auf der Terrasse des Solheure. Halter trifft sich mit einem befreundeten Lyriker und Musiker und einem Programmkommissions-Mitglied der Literaturtage. Es wird geraucht, Wein getrunken und über Literatur gesprochen.

Ernst Halter und seine Partnerin beim Mittagessen in einem Gartenrestaurant.
Legende: SRF

14:30 Uhr: Immer wieder wird Ernst Halter erkannt und angesprochen. Man schüttelt Hände, grüsst, wechselt Worte. Eigentlich sei er ja menschenscheu, meint der Dichter, er wolle die Literaturtage «hinter sich bringen». Warum ist er trotzdem hier? «Für mich im 81sten Lebensjahr ist es eine nette Einladung. Sie tun mir das noch einmal zuliebe – und es wird das letzte Mal sein.»

Mann
Legende: SRF

15:00 Uhr: In der Säulenhalle des Landhauses steht ein moderiertes Gespräch auf dem Programm. Zusammen mit dem viel jüngeren Dichter Sascha Garzetti aus Baden sollte der Lyriker über das Thema «Kürzen» sprechen. Ernst Halter will das nicht, reisst die Gesprächsführung an sich und beginnt zu philosophieren: «Wann weiss das Gedicht, was es wird?». Die über 200 Zuhörer hören amüsiert zu und danken den Themenwechsel mit Applaus.

Ernst Halter diskutiert in einem grossen und gut besetzten Saal über das Thema «kürzen».
Legende: SRF

16:00 Uhr: Vor dem Saal wird nochmals signiert. Eine Dame will Ernst Halter ihre Lieblingsstellen aus seinen Büchern vorlesen. Hat es sich trotz Ärger auf der Autobahn gelohnt, nach Solothurn zu kommen? «Es war sehr schön und lohnend», bilanziert Halter: «Wir konnten über wesentliche Sachen sprechen, was Literatur betrifft.» Jetzt ist der Schriftsteller müde. Vielleicht fährt er nach Hause nach Aristau. Seine Lebensgefährtin möchte lieber noch etwas bleiben.

Ernst Halter ist in Solothurn bei beliebter Gesprächspartner.
Legende: SRF
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