Solothurner Referendum gegen Hooligan-Konkordat zustande gekommen

Das Solothurner Stimmvolk stimmt über den Beitritt zum Hooligan-Konkordat ab. Lange war dem Referendums-Komitee nicht klar, ob genug Unterschriften auf der Staatskanzlei deponiert wurden. Rund 1500 Unterschriften sind nötig. Und diese sind nun zusammen.

Fans geraten in einem Fussballstadion aneinander. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hooligankonkordat soll Ausschreitungen in Schweizer Sportstadien verhindern helfen. SRF

Es sind genug Unterschriften zusammengekommen. Dies bestätigt der Solothurner Regierungssprecher auf Anfrage von Radio SRF. 1500 Unterschriften braucht es, damit das Referendum zustande kommt. Lange war dem Komitee nicht klar, ob es dafür reicht.

Zitterpartie am Freitag

Mike Bader hatte am Freitag einen extrem stressigen Tag. Um 17 Uhr musste er als Präsident des Referendums-Komitee bei der Staatskanzlei in Solothurn antraben und die Unterschriftenbögen abgeben.

Es ist eine Zitterpartie. Bader hofft, dass es 1500 Unterschriften sind. Dann müsste das Stimmvolk darüber abstimmen, ob der Kanton Solothurn beim Hooligan-Konkordat mitmacht oder nicht. Sind nicht genug Unterschriften zusammen, bleibt es beim Entscheid des Kantonsrats, der Ja gesagt hat zum Konkordat.

An seinem Stress ist Mike Bader, ein Jungfreisinniger, selber schuld. Eigentlich hätte es gereicht mit den Unterschriften. Aber diverse Unterschriftenbögen mussten noch auf den Gemeindekanzleien verschiedener Dörfer im Kanton abgeholt werden.

Und genau hier hatte sich das Komitee verkalkuliert. Es hatte nicht gemerkt, dass jetzt viele Gemeinden Ferien haben. Und deshalb waren viele Kanzleien geschlossen. Das Komitee rannte am Freitag bei diversen Kanzleien an.

Nun hofft Mike Bader, dass die Staatskanzlei konziliant ist. Die Deadline war zwar klar 17 Uhr am Freitagabend. «Aber vielleicht gibt es ja noch Spielraum», hofft Bader. Ärgerlich für ihn wäre, wenn er zwar genügend Unterschriften gesammelt hätte, das Referendum aber trotzdem nicht zustande käme.