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Solothurner Richtplan Wegen Kiesgruben soll Wald gerodet werden

  • Der Kanton Solothurn will zwei bestehende Kiesgruben erweitern.
  • In Oensingen und im Grenzgebiet von Fulenbach und Härkingen soll dazu der kantonale Richtplan angepasst werden.
  • In den bestehenden Gruben gehen die erschlossenen Kiesreserven zur Neige.
  • Das geplante Erweiterungsgebiet befindet sich in beiden Fällen im Wald, der dazu gerodet werden müsste.
Luftaufnahme Kiesgrube
Legende: Die Kiesgrube Aebisholz im Süden von Oensingen. Sie soll künftig in das Waldgebiet (hier links) ausgeweitet werden. ZVG / Kanton Solothurn

In der Kiesgrube Aebisholz in Oensingen reichen die Kiesreserven noch etwa bis 2022, teilt das Solothurner Amt für Raumplang mit. Im Gebiet Hard-Usserban in Fulenbach/Härkingen hat es etwa bis 2027 noch Kies, der abgebaut werden kann.

Deshalb sollen die beiden Gruben erweitert werden, was Änderungen des kantonalen Richtplans zur Folge hat. Diese Änderungen liegen nun bis zum 18. September 2018 öffentlich auf.

Bagger in Kiesgrube
Legende: Die Kiesgruben seien in den Gemeinden akzeptiert. Deshalb erwartet der Kanton keinen grösseren Widerstand. Keystone

In den erweiterten Gruben könnte für weitere 20 bis 25 Jahre Kies abgebaut werden. Widerstand vonseiten der Gemeinden erwartet Rolf Glünkin, Leiter Abteilung Richtplanung beim Kanton Solothurn, nicht.

Dies, weil beide Gruben seit längerem in Betrieb und akzeptiert seien. Ausserdem seien beide bereits heute kaum sichtbar, da sie sich im Wald befinden. Diskussionen erwartet Glünkin dagegen mit dem Bundesamt für Umwelt, dies wegen der Rodungen. Es habe deswegen aber ausführliche Abklärungen gegeben.

Zwei Gutachten seien zum Schluss gekommen, dass die Erweiterung im Wald sinnvoll sei, weil sonst Landwirtschaftsland verloren gehen würde, so Glünkin weiter. Und Landwirtschaftsland sei im Gäu bereits viel verbaut worden in den letzten Jahren.

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