Solothurner Schüler könnten künftig weniger Schulferien haben

Der Kanton Solothurn gehört zu den Kantonen, die ihren Schülern am Meisten Schulferien zugestehen. Die FDP will das ändern. Die Kantonalpartei hat einen entsprechenden Vorstoss platziert, zu dem die Regierung nun Stellung nimmt. Der Bildungsdirektor findet die Idee nicht so abwegig.

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Bildlegende: Haben die Solothurner Schüler künftig weniger Schüler? Keystone

In den Kantonen Thurgau, St. Gallen und beiden Appenzell haben die Schüler gerade mal zwölf Wochen Schulferien. Im Kanton Aargau und in neun anderen Kantonen sind es etwas mehr, dort haben die Schüler 13 Wochen Ferien.

Und im Kanton Solothurn und in acht anderen Kantonen sind es ganze 14 Wochen Ferien. Zu viel, findet die FDP. Und auch die Regierung will prüfen, ob die Schüler weniger Ferien erhalten sollen.

So steht es in der Antwort des Regierungsrates zum Vorstoss der FDP. Sie verlangt neu bloss noch zwölf Ferienwochen für die Solothurner Schulkinder. Das würde bedeuten; weniger Schulstunden während der Woche und damit auch weniger Stress.

«Dieses Anliegen wollen wir prüfen», erklärt Bildungsdirektor Remo Ankli (FDP) gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Diese Idee gleich umsetzen, so wie es die FDP möchte, will Ankli nicht. «Das wäre ein Schnellschuss», erklärt er. Zuerst müsste das mit den anderen Betroffenen, unter anderem den Lehrern, diskutiert werden.

Rosmarie Heiniger, die Initiantin des Vorstosses, ist in einer ersten Reaktion zufrieden mit dem Entscheid des Regierungsrates. «Mehr kann ich aber nicht dazu sagen, zuerst muss ich die Stellungnahme genau durchlesen.» Das letzte Wort zur Idee, die Schulferien im Kanton Solothurn zu kürzen, hat das Kantonsparlament.