Solothurner Spitäler AG stoppt Ausbauprojekt in Jugendpsychiatrie

Die Solothurner Spitäler AG soH zieht die Notbremse. Sie legt das Projekt für eine Erweiterung der psychiatrischen Jugendstation aus finanziellen Gründen vorerst auf Eis. Das Vorhaben hätte in den Finanzen ein grösseres Defizit verursacht.

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Bildlegende: Sechs neue Plätze für Jugendliche mit psychischen Problemen hätte es im Kanton Solothurn geben sollen. Keystone

Geplant war, die Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik in Solothurn um sechs stationäre Plätze für Jugendliche zu erweitern. Heute bestehen sechs Plätze für Jugendliche sowie 12 Plätze für Kinder. Das Bauvorhaben hätte den Kanton Solothurn als Bauherrin rund 4,5 Millionen Franken gekostet.

Eine nochmalige gründliche Überprüfung der Pläne im Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung habe ergeben, dass das geplante Projekt in den kommenden Jahren zu grösseren finanziellen Defiziten innerhalb der soH geführt hätte.

Neue Tarife, neues Projekt?

Man habe ein neues Krankenversicherungsgesetz und neue Tarife. Man müsse nochmals über die Bücher, sagte Martin Häusermann, CEO der Solothurner Spitäler AG auf Anfrage von Radio SRF. In diese Überlegungen wurden die Miet- und Betriebskosten sowie jene mehreren 100'000 Franken, welche die soH aus eigenem Sack zum Neubau hätte beisteuern sollen, miteinbezogen.

Gegenüber den Tagespauschalen als Ertrag wäre mit dem Neubau pro Jahr ein Fehlbetrag von rund einer Million Franken zusammengekommen. Die soH überprüft nun, wie unter Berücksichtigung der tariflichen, betrieblichen und finanziellen Rahmenbedingungen ein anderes Projekt ausgearbeitet werden kann. Sie will die benötigten stationären Plätze für Jugendliche anbieten können. In der Zwischenzeit werden diese ausserkantonal behandelt.