Sozialhilfe im Aargau: Quote bleibt stabil

Im Kanton Aargau haben letztes Jahr insgesamt 12'750 Personen Sozialhilfe bezogen. Gegenüber 2012 entspricht dies einer Zunahme von 4,4 Prozent. Die Anzahl Fälle stieg um 3,3 Prozent auf 7762. Wegen des allgemeinen Bevölkerungswachstums bleibt die Quote dennoch stabil.

ag AG Sozialhilfestatistik 2013, Quote nach Bezirken. Die Sozialhilfequote im Kanton Aargau blieb 2013 stabil bei 2 Prozent. Zwischen den einzelnen Bezirken gibt es relativ grosse Unterschiede.

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Bildlegende: Im Jahr 2013 waren im Aargau zwar mehr Personen auf Sozialhilfe angewiesen, die Quote blieb aber stabil. Colourbox

Die Sozialhilfequote bleibt im Kanton Aargau trotz Anstieg der Fälle stabil. 2 Prozent der Bevölkerung waren 2013 auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen. Der Aargau liegt damit weiterhin deutlich unter der gesamtschweizerischen Quote von 3,1 Prozent, wie der Kanton am Montag mitteilt.

Immer mehr Kinder von Armut betroffen

Knapp ein Drittel aller Personen in der Sozialhilfe, und weiterhin die mit Abstand grösste Altersgruppe, sind die Kinder. Ihre Anzahl hat gegenüber dem Jahr 2012 um 6,4 Prozent zugenommen. Die Sozialhilfequote der Kinder im Kanton Aargau beträgt 3,3 Prozent und liegt damit deutlich über dem kantonalen Durchschnitt von 2,0 Prozent.

Die stärkste prozentuale Zunahme bei den Personenzahlen gegenüber dem Vorjahr gibt es bei den 26- bis 35-Jährigen mit 8,3 Prozent. Bei den Personen zwischen 36 und 64 Jahren zeigt sich gegenüber 2012 eine Zunahme von 4,3 Prozent.

Weniger Junge und Alte landen bei der Sozialhilfe

Dagegen hat die Anzahl der 18- bis 25-Jährigen in der Sozialhilfe gegenüber dem Vorjahr etwas abgenommen. Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der über 65-jährigen Personen. Diese erhalten seit dem 1. Januar 2013 erweiterte kantonale Ergänzungsleistungen zur AHV.

Die Unterstützungsquote der Alleinerziehenden betrug letztes Jahr 14,4 Prozent, 0,5 Prozent mehr als 2012. Die Quote ist damit viel höher als jene von Paaren mit Kindern, wo sie 1,1 Prozent beträgt.

Grosse Unterschiede zwischen Gemeinden und Bezirken

Innerhalb des Aargaus finden sich markante Unterschiede zwischen einzelnen Gemeinden und Bezirken. So gibt es beispielsweise Gemeinden ohne einen einzigen Sozialhilfebezüger, zum Beispiel Elfingen im Fricktal. Anderseits finden sich Gemeinden mit sehr sehr hoher Sozialhilfequote, das Beispiel dazu ist Aarburg mit 5,3 Prozent.

Auch zwischen den 11 Bezirken zeigen sich grössere Unterschiede (siehe Grafik oben). Der Bezirk Aarau weist mit 3 Prozent die höchste, Muri mit 1,1 Prozent die tiefste Quote des Kantons auf.