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Stadt Baden Sicherheit für das Kulturlokal «Royal»

Royal und angrenzende Gebäude
Legende: Das «Royal» bleibt, das Gebäude rechts davon kommt weg, der Bau im Hintergrund wird saniert. Alles gehört der Zuriba AG. SRF/STefan Ulrich

Immer wieder ist aus Badener Kulturkreisen der Vorwurf zu hören: Der Stadtrat tue zu wenig, um das «Royal» zu erhalten, diesen vielfältigen und beliebten Kulturbetrieb in einem ehemaligen Kino mitten in der Stadt.

Der Stadtrat hatte sich immer gegen diesen Vorwurf verwahrt und darauf hingewiesen, dass er sich hinter den Kulissen sehr wohl für den Kulturbetrieb eingesetzt habe. Nun agiert er nicht mehr hinter den Kulissen, sondern davor, er beantragt dem Einwohnerrat nämlich einen Betrag von 200'000 Franken.

Das Geld soll als Sicherheit hinterlegt werden bei der Immobilienfirma Zuriba AG. Diese ist Besitzerin des Gebäudes an der Ecke Haselstrasse/Bahnhofstrasse, und sie hatte schon diverse Umbaupläne für das «Royal» und die angrenzenden Gebäude. Sogar ein Abriss des historischen Gebäudes stand schon zur Diskussion. All diese Pläne hätten den seit 2011 laufenden Kulturbetrieb beendet und lösten jedes Mal grosse Proteste in der Öffentlichkeit aus.

Mietvertrag nur gegen Sicherheit

Letztes Jahr machte die Zuriba AG dem Verein Kulturhaus Royal nun aber ein Angebot für einen definitiven Kulturbetrieb. Ein Mietvertrag über 20 Jahre steht in Aussicht. Bedingung ist aber, dass die Stadt Baden eine Sicherheit bietet in Form von zwei Jahresmieten, total rund 200'000 Franken.

Der Stadtrat hat am Donnerstag an einer Medienorientierung dargelegt, warum er diese 200'000 dem Einwohnerrat als Verpflichtungskredit beantragt. Der Kulturbetrieb im «Royal» entspreche einem «hohen öffentlichen Interesse». Ja, er sei ein «Modellbeispiel», wie gesellschaftlicher Zusammenhalt erzeugt werden könne, dies sei ein Schwerpunkt im Planungsleitbild der Stadt Baden.

Die 200'000 Franken würden nur beansprucht, wenn der Trägerverein die Miete selber nicht bezahlen könnte. Sollte das Geld gar nie gebraucht werden, kämen die 200'000 Franken nach 20 Jahren wieder zurück in die Stadtkasse.

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