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Aargau Solothurn Streik in Spar Tankstellen-Shop in Dättwil

Im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen sind die Angestellten des Spar-Tankstellenshops in Dättwil bei Baden am Montagmorgen in einen unbefristeten Streik getreten. Die Spar Gruppe lehnt die Forderungen nach mehr Lohn ab. Der Streik sei widerrechtlich.

Legende: Video Streikende Angestellte abspielen. Laufzeit 03:01 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.06.2013.

Die Belegschaft protestiere gegen die «unhaltbaren Arbeitsbedingungen», teilte die Unia Region Aargau mit. Die Gewerkschaft unterstützt die Streikenden. Die Angestellten forderten mehr Personal, existenzsichernde Löhne und generell mehr Respekt.

Blick in die Scheibe eines Spar-Expresshops, im Fenster spiegeln sich Autos auf dem Parkplatz.
Legende: Die Angestellten im Spar-Tankstellenshop in Dättwil streiken (Symbolbild). Keystone

Die Angestellten hätten die Gewerkschaft beauftragt, Gespräche mit der Spar-Geschäftsleitung zu führen. Immer mehr Arbeit bei immer weniger Personal zwinge die Angestellten zur Leistung von vielen Überstunden, hiess es bei der Unia. Gleichzeitig seien die Löhne mit 3600 Franken für eine Vollzeitstelle sehr tief.

Die Geschäftsleitung habe bei einer Gesprächsrunde vergangene Woche erklärt, sie sei nicht bereit, über mehr Personal und Löhne zu verhandeln.

Spar wehrt sich und reicht Strafanzeige ein

Die Spar Gruppe Schweiz hat die Vorwürfe in einer Stellungnahme als «unhaltbar» zurückgewiesen. Die Löhne und die Jahresarbeitszeit der Angestellten seien im landesüblichen Rahmen. Für Sonntagsarbeit betrage der Zuschlag 50 Prozent.

Gemäss Spar sind im Tankstellenshop 21 Mitarbeitende beschäftigt, davon 13 Personen in Teilzeit. Die Ertragslage des Shops sei eher im unteren Durchschnittsbereich anzusiedeln. Die Arbeitseinsatzpläne würden wie branchenüblich jeweils zwei Wochen im Voraus festgelegt.

Der Streik ist nach Ansicht von SPAR widerrechtlich. Das Unternehmen reichte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Nötigung und Hausfriedensbruchs sowie wegen eventueller Sachbeschädigung ein. Der Zugang zum Geschäft sei allen Kunden und nicht-streikenden Mitarbeitern sowie der Geschäftsleitung verwehrt geworden.

Wie SPAR weiter mitteilte, soll der Tankstellenshop per 5. Juli an eine Privatperson verkauft werden. Der Vertrag soll noch diese Woche unterzeichnet werden. Der neue Inhaber habe bei den Verhandlungen zugesichert, sämtliche Mitarbeitende zu den gleichen Konditionen weiterzubeschäftigen. Die Unia sei darüber informiert
worden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Michael La Villa, Unterkulm
    Langsam habe ich das Gefühl dass alle durchdrehen. Ich habe eine 4-jährige Lehre hinter mir zum Konstrukteur, mit Berufsmatura. Ich informiere mich ständig über Neues in meiner Branche, bleibe auf dem Laufenden. Ich habe 4'100.- monatlich. Das reicht locker. Klar wirds eng bei einer Familie, aber dann müssen halt beide Ehepartner arbeiten gehen. 3'600.- für einen solchen Job, der nicht wirklich anspruchsvoll ist, ist mehr als genug. Wer mehr will muss mehr leisten. SPAR hat völlig Recht!
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  • Kommentar von Andreas Dante, Basel
    Allessamt Linksextreme. Der Blocher würde den Laden auch ganz alleine schmeissen. – Pff, was die Leute heutzutage für Forderungen haben...anständiger Lohn, gute Arbeitsbedingungen, ein Dach über dem Kopf, regelmässig Nahrung,... lasst doch den freien Markt und die biologische Selektion spielen, damit nur die "Besten" überleben. Mehr Banker braucht das Land, jawohl!
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    1. Antwort von Sebastian röthlisberger, Baden
      Wen dforderige nur so wäred den langed ja de lohn. Was sind dforderige? Am beste e atika wohnig 2 55 zoll fernseh eine langet ja nid im zimmer muess ja au eine stah neuste iphone obwohl salte no gaht es ipad en mac en pc und natürlich 2 auto de bmw für de summer und en q7 für de winter uftuned natürlich jedes wk in usgang 300.- ga versuufe und immer schön usswärts ga ässe!! wo ich us de lehr cho bin hani wenig verdient aber ich han alles gha mir muess halt eifach nid über sine verhältniss läbe.
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  • Kommentar von Markus Kümin, Riehen
    Ich bin beeindruckt über den Mut, den diese Leute haben. Ich hoffe, sie haben genügend Kraft und Unterstützung um diese miesen Chefs zu Verhandlungen zu zwingen. Es ist schon unglaublich, mit welcher Überheblichkeit gewisse Unternehmen mit ihren Angestellten umgehen.
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    1. Antwort von Michael La Villa, Unterkulm
      Hallo Markus Welche Fakten bringen dich dazu, so etwas zu sagen? Ich glaube nicht, dass es sich um miese Chefs handelt. Bei Sonntagsarbeit sind 25% Lohnzuschlag gesetzlich vorgeschrieben. Die Chefs sind grosszügig und geben sogar 50%! Diese Jobs sind je nachdem ohne (z.B. als Ferienjob) oder dann mit sehr einfachen Ausbildungen zu bewältigen. Ich war auch schon dort einkaufen. Diese Mitarbeiter kennen nicht einmal ihr eigenes Sortiment. Bei so kleiner Bildung kann mehr Lohn nicht möglich sein.
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