Bruno Weber Park Streit um Skulpturenpark in Spreitenbach und Dietikon eskaliert

Der Verein «Freunde Bruno Weber Park» hat eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht gegen den Stiftungsrat des Skulpturenparks. Der Verein glaubt nicht, dass der Stiftungsrat seine Aufgaben erfüllen kann.

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Bildlegende: Der Skulpturenpark von Bruno Weber braucht viele Besucher und Gönner, um komplett saniert zu werden. SRF

Der Hintergrund: Der Skulpturenpark von Künstler Bruno Weber zwischen Dietikon und Spreitenbach ist in einem schlechten baulichen Zustand. Die Stiftung braucht Geld, um den Park zu sanieren. Ende Oktober 2014 war der Park geschlossen worden, der Konkurs der Stiftung konnte nur knapp abgewendet werden.

Neben der Stiftung existiert auch ein Verein «Freunde des Bruno Weber Park». Verein und Stiftung geraten sich immer wieder in die Haare. Kürzlich reichte der Verein zum Beispiel Beschwerde ein gegen ein geplantes Lager auf dem Gelände.

Der Streitpunkt: Der Stiftungsrat des Parks besteht aus drei Personen: Isabelle Cart Maier (Präsidentin), ihr Ehemann Eric Maier und Michele Imobersteg. Uneinigkeit herrscht zwischen Verein und Stiftung in der strategischen Ausrichtung, also in der Frage, wie der Skulpturenpark langfristig überleben kann.

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Bildlegende: Der Bruno Weber Park sorgt immer wieder wegen finanzieller Probleme für Schlagzeilen. SRF

Die Position des Vereins: Das Ehepaar Cart Meier soll nur noch operativ tätig sein und aus dem Stiftungsrat austreten, heisst es beim Verein. Damit wären die operative und die strategische Ebene sauber getrennt. «Fehler passierten nur strategisch, die Fachkompetenz haben wir nie angezweifelt», sagt der ehemalige Aargauer Grossrat Martin Christen als Vertreter des Vereins. Zudem sei der Stiftungsrat heute «viel zu wenig breit abgestützt.» Die Zusammensetzung widerspreche sogar dem Vereinsrecht.

Die Position der Stiftung: Isabelle Cart sieht kein Problem in der aktuellen Organisationsstruktur. «Ich finde es gut, wenn man über die Problemlösung diskutiert. Aber das geht nicht in dieser Einwegkommunikation», kritisiert sie das Vorgehen des Vereins. Sie glaube aber, dass man eine gemeinsame Lösung finde.

So geht es weiter: Die Stiftungsaufsicht muss nun den Streit schlichten oder einen Entscheid fällen. Dies passiere voraussichtlich bis im Mai, glaubt Martin Christen.