Sturm richtet in Grenchen, Olten und Bremgarten Schäden an

Ein heftiger Sturm fegte Donnerstagnacht über das Mittelland. Besonders betroffen war der Kanton Solothurn, allen voran die Regionen Grenchen und Olten. Im Aargau gab es einzig in der Region Bremgarten grössere Schäden.

Die Kantonspolizei Solothurn zählte rund 40 Meldungen. Bäume und Gerüste seien umgestürzt, auch zahlreiche Signaltafeln auf der Autobahn A1, im Bereich der Baustelle zwischen Härkingen und Wiggertal. Zudem seien Dächer vom Wind abgedeckt worden, hiess es bei der Polizei.

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Bildlegende: Ein Strum richtete in den Regionen Grenchen, Olten und Bremgarten Schäden an. (Symbolbild) Keystone

Betroffen waren vor allem die Regionen Grenchen und Olten. In Grenchen war der Bahnhof Nord ab ca. 20.30 Uhr gesperrt.

Die SBB bestätigte, dass ein umstürzender Baum die Fahrleitung beschädigt habe. Bis Betriebsende Donnerstagnacht bestanden Behinderungen auf der Linie Biel-Moutier. Am Freitag morgen verkehren die Züge wieder normal.

Premiere der Freilichtspiele Grenchen abgebrochen

Die Premiere der Freilichtspiele Grenchen konnte wegen des Sturms nicht stattfinden. Die Böen haben kurz vor Beginn das Tribünenzelt aufgerissen, Stühle durcheinander gewirbelt und Teile des Bühnenbilds zerstört. Dieses wird nun geflickt, die Aufführung am Freitagabend findet statt, die Uraufführung wird am Sonntag nachgeholt.

Im Kanton Aargau wurden weniger Schäden gemeldet, heisst es bei der Kantonspolizei Aargau. Einzig im Bezirk Bremgarten gab es grössere Schäden. Die Strasse zwischen Rudolfstetten und Urdorf ist wegen umgestürzter Bäume unterbrochen. Eine Umleitung ist signalisiert.

Zwei Tote am Mutschellen

Auf der Strasse zwischen der Zürcher Gemeinde Dietikon und Mutschellen starben zwei Menschen, zwei weitere wurden verletzt. Ein Baum war auf ihr Auto gestürzt.

Bei der Bremgarten-Dietikon-Bahn kam es zu einem Unterbruch. Die Strecke zwischen Berikon und Dietikon war gesperrt. Am Freitagmorgen war die Strecke wieder normal befahrbar.

Windspitzen von 92 km/h

SRF Meteo meldete Windspitzen von 92 km/h in Grenchen, 76 km/h in Leibstadt und 68 km/h in Döttingen. In Cressier, im Kanton Neuenburg, wurden sogar 119 km/h gemessen. Der Grund für die starken Böen seien grosse Temperaturgegensätze, schreibt SRF Meteo. Auf den nur knapp 90 Kilometern zwischen Porrentruy (JU) und Thun (BE) habe sich ein Unterschied von 13 Grad aufgebaut. (matb)