Subinger Raubtierpark in der falschen Zone

Nach dem Räumungsentscheid durch das Bundesgericht verunmöglicht nun auch ein Zonenplan, dass der Raubtierpark länger in Subingen bleiben darf. Nach einer Änderung liegt der Park in der falschen Bauzone. Die Änderung war lange bekannt, die Park-Verantwortlichen haben anscheinend nichts unternommen.

Eine hellblaue Lastwagentüre mit einem Tiger-Bild. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht nur der Lastwagen der Raubtiershow sondern auch der Park in Subingen erlebte schon bessere Zeiten. SRF

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Räumung angeordnet

Das Bundesgericht hatte im August entschieden, dass der Park geräumt werden kann. Raubtierdompteur Strickler wollte einen Aufschub, um einen anderen Platz für seine Tiere zu finden. Die Vermieterin hatte den Vertrag 2009 gekündigt, danach gab es Mieterstreckungen. In einem Vergleich verpflichtete sich Strickler, das Gelände Ende 2015 zu verlassen.

Bisher lag der Raubtierpark von René Strickler in der Industrie- und Gewerbezone. Nun befindet sich ein Teil des Areals in der Arbeitszone, schreibt die «Solothurner Zeitung». Der Solothurner Regierungsrat hat den entsprechenden Teilzonen- und Erschliessungsplan Ende August genehmigt.

Ein Raubtierpark sei auf diesem Gebiet ohne erneute Anpassung des Zonenplans nicht mehr möglich, bestätigt Hans Ruedi Ingold, Gemeindepräsident von Subingen. «Falls Herr Strickler auf dem Gebiet bleiben möchte, müsste er eine Umzonung verlangen.» Es sei aber nicht so, dass die Anpassung für den Park aus heiterem Himmel komme. Die Änderung sei ordnungsgemäss öffentlich aufgelegen. «Herr Strickler hat seine Bedürfnisse damals nicht angemeldet», so Ingold.

Bis auf Weiteres bleiben die Tiger, Löwen und Pumas aber im Park in Subingen. Das Oberamt Region Solothurn, welches mit der Räumung beauftragt ist, hat noch kein neues Zuhause für die Raubtiere gefunden.