Umweltaktivisten verhüllen Axpo-Gebäude in Baden

Die Umweltorganisation Greenpeace sorgt mit einer Aktion erneut für Aufsehen. Rund 30 Aktivisten verhüllen am Axpo-Hauptsitz in Baden ein Gebäude komplett mit schwarzem Stoff. Damit will die Organisation ihrer Forderung nach mehr Transparenz zum Zustand des AKW Beznau Nachdruck verleihen.

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Bildlegende: Mit der Aktion will Greenpeace gegen die Informationspolitik der Axpo bezüglich Atomkraftwerk Beznau protestieren. zvg: Greenpeace

Die Umweltorganisation Greenpeace begann die Aktion am frühen Donnerstagmorgen, wie die Aktivisten in einer Mitteilung schreiben. Rund 30 ihrer Mitglieder erklommen ein Gebäude der Axpo in Baden und entrollten vom Dach riesige schwarze Tuchbahnen.

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Bildlegende: Die Greenpeace-Aktivisten wurden kurz nach Beginn der Aktion in Baden auch von der Polizei beobachtet. zvg: Greenpeace

Grund für die Aktion sind laut Greenpeace «Transparenz-Defizite» der Axpo, wenn es um das Atomkraftwerk Beznau geht. Die Umweltaktivisten werfen dem Energieunternehmen vor, nicht vollständig und transparent über den Zustand des ältesten AKWs der Welt zu informieren. Darauf wollen sie mit der Verhüllungsaktion aufmerksam machen.

Unter anderem geht es um einen Sicherheitsbericht zum Zustand des Reaktordruckbehälters in Beznau. Dieser Bericht solle veröffentlicht werden, fordert Greenpeace, während Beznau-Betreiberin Axpo sowie die Sicherheitsbehörde Ensi gegen eine komplette Veröffentlichung sind. Derzeit ist in dieser Sache beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde von Greenpeace hängig.

Auf einem grossen Transparent fragte die Organisation, was die Axpo zu verbergen habe. Auf dieses Transparent werden die Aktivisten im Lauf des Tages rund 4000 Namen von Personen schreiben, welche ihre Forderungen unterstützen.