Zum Inhalt springen
Inhalt

Aargau Solothurn Verdacht auf Kinderpornografie: Solothurner Lehrer entlassen

International haben Behörden gegen einen Kinderporno-Ring ermittelt. Dabei ging auch ein Solothurner Lehrer ins Netz. Die Behörden reagieren entschlossen.

Ein Primarschullehrer ist im Kanton Solothurn wegen des Verdachts auf Kinderpornografie fristlos entlassen worden. Das kantonale Volksschulamt eröffnete als Aufsichtsbehörde gegen den Lehrer ein Verfahren auf Entzug der Berufsausübungsbewilligung.

Ein Mann hält eine CD mit der Aufschrift Kinderpornografie vor einem Bildschirm.
Legende: Seine Taten hat er wahrscheinlich nicht an der Solothurner Schule begangen. Keystone

Gegen den Lehrer läuft ein Strafverfahren im Rahmen der internationalen Polizeioperation «Spade» gegen Kinderpornografie, wie die Solothurner Staatskanzlei am Montag mitteilte. Es bestehe dringender Tatverdacht.

Dem internationalen Kinderporno-Ring war die Polizei im kanadischen Toronto auf die Schliche gekommen. Sie hatte unter dem Codenamen «Spade» mehrere Jahre ermittelt und ihre Ermittlungsergebnisse anschliessend Fahndern in mehr als 50 Ländern zur Verfügung gestellt.

Das Strafverfahren gegen den Lehrer ist gemäss Solothurner Staatskanzlei noch nicht abgeschlossen. Es gelte daher die Unschuldsvermutung. Die Tatvorwürfe stünden nach bisherigem Erkenntnisstand nicht im direkten Zusammenhang mit der Schule, an der die Lehrperson unterrichtet habe.

Es gilt Nulltoleranz

An Solothurner Schulen bestehe kein Platz für pädophile, süchtige oder gewalttätige Lehrpersonen und für Lehrpersonen mit deliktischen Aktivitäten im Bereich der verbotenen harten Pornografie oder der sexuellen Handlungen mit Kindern, heisst es in der Medienmitteilung.

Es gelte eine Nulltoleranz. Die Strafverfolgungsbehörden, das Departement Bildung und Kultur sowie die Schulleitung hätten mit dem raschen und koordinierten Vorgehen gegen den Lehrer die ständige Praxis im Kanton bestätigt.

Die Eltern der von der Lehrerentlassung betroffenen Schulkinder und das Schulkollegium seien von der Schulleitung informiert worden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes machte die Staatskanzlei keine weiteren Angaben.

Legende: Video Pädophile im Darknet abspielen. Laufzeit 11:45 Minuten.
Aus Rundschau vom 26.03.2014.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Paul Reinmann, Solothurn
    Wie auch immer....!! Allerdings würde ich es merken, wenn jemand anders, stundenlang mit meinem Computer surfen und Pornos runterladen würde....... der Verdacht reicht, um ihn sofort von Kindern, für welche er Verantwortung tragen sollte, fern zu halten. Ich würde sogar noch weiter gehen und ihn sofort mit einer Fussfessel ausrüsten, damit man immer weiss wo er ist..!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Fuchs, Lausanne
      Und sind sie auch sicher dass sie ihr wlan sauber (sicher) konfiguriert haben oder sie sich keinen troianer eingefangen haben? Ich bin mit solchen "ich würds merken" Aussagen etwas vorsichtiger.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabian Gut, Solothurn
    Und wieder ein Fall von Vorverurteilung. Der Mann steht offenbar noch nicht einmal vor Gericht und wird trotzdem bereits fristlos entlassen. Ich hoffe, er wehrt sich nach Kräften dagegen. Wenn in unserer Gesellschaft gegen einen Mann der Vorwurf eines Sexualdelikts erhoben wird, ist sein Leben vorbei. Das ist eine unglaubliche Ungerechtigkeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann muss man sagen: Richtig gehandelt. Hingegen falls sich der Verdacht nicht bestätigt und z.B. jemand anders dies unter seinem Namen vielleicht auf seinem PC tat, dann muss der Kanton über die Bücher. Noch ist es angeblich nur ein Verdachtsfall und da gilt die Unschuldsvermutung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sandra Sutter, Erlenbach
      Haben sie ihre Dateien gelöscht, Herr Knecht? Zum Teufel mit der Unschuldsvermutung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen