Fun- und Trendfahrzeuge Viele Fragen an Solothurner Polizei

Fun- oder Trendfahrzeuge sind auf den Trottoirs und Strassen immer häufiger anzutreffen. Doch welche Fahrzeuge sind eigentlich wo erlaubt? Die Kantonspolizei Solothurn wollte an den Bike Days Fragen beantworten – auch wenn an der Fachmesse nicht das Zielpublikum vor Ort ist. Die Resonanz war gut.

Smartwheel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein sogenanntes Smartwheel: Gemäss aktuellen Regeln auf öffentlichen Grund nicht gestattet. Colourbox

Es gibt eine grosse Vielfalt an neuen Fortbewegungsmitteln. Als Fun- oder Trendfahrzeug gelten zum Beispiel: Elektro-Trottinett, Elektro-Stehroller (Segway) oder Solo und Smart Wheel.

Solche Fahrzeuge sind auf den Trottoirs und Strassen immer häufiger anzutreffen. Doch kennt kaum jemand die Verkehrsregeln für sie, findet die Kantonspolizei Solothurn. In einer Mitteilung schreibt sie, dass sie vermehrt mit Fragen zu Verkehrsregeln konfrontiert würde.

Wo darf man ein Airwheel oder ein E-Trottinett benutzen? Brauche ich für ein E-Bike einen Führerausweis? Besteht beim Lenken eines Segways eine Helmtragpflicht?

Um solche Frage einer breiteren Öffentlichkeit zu beantworten, ist die Kantonspolizei Solothurn in diesem Jahr erstmals an den Bike Days Solothurn (5. bis 7. Mai) präsent.

Der richtige Ort für die Informationskampagne

Viele Polizeikorps hätten bemerkt, dass immer häufiger für Fragen kontaktiert würden, erklärt Kapo-Sprecher Thomas Kummer. Das Thema sei aktuell, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, welche die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge für ihren Schulweg nutzten.

Die Fragen seien da, und man habe erstaunlich viel Publikum am Stand der Kantonspolizei Solothurn gezählt, sgt Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei, nach dem Anlass gegenüber SRF. Die Fragen seien querbeet, von Kindern, Eltern, Fachleuten und Händlern. Die Unsicherheiten seien gross, auch weil die Beratung zu den Geräten oft fehle, so Mock.

«  Es gibt viele Fragen und Unsicherheiten, auch weil die Beratung zu den Geräten fehlt. »

Andreas Mock
Mediensprecher Kantonspolizei Aargau

Sind die Bike Days denn der richtige Ort für eine Informationskampagne zu diesem Thema? Schliesslich zieht die Messe eher ein Fachpublikum an, das sich über die neusten Trends der Velobranche informieren will. Dieser Punkt sei nicht ganz falsch, so Kummer. Aber auch einige der Velo-Fans an den Bike Days hätten ein E-Bike daheim oder Kinder mit einem Smart Wheel.

Zudem mache die Solothurner Kantonspolizei nicht nur am Velofestival auf dieses Thema aufmerksam. Thomas Kummer: «Wir informieren das ganze Jahr darüber. Auch an der Heso (Herbstmesse Solothurn, 22. September bis 1. Oktober) werden wir einen Infostand haben. Weil wir das Thema vor- und aufbereitet haben, ist es für uns sinnvoll, mit dem Thema auch an den Bike Days präsent zu sein.»

An der Heso informiert die Polizei dann zusätzlich noch über Seniorenfahrzeuge, die dreirädrigen Fahrzeuge, mit denen ältere Menschen oft unterwegs sind.