Wasserkraftwerke wollen Geld vom Kanton Solothurn

Der Kanton Solothurn möchte doppelt so viel Wasser durch die Emme leiten als bisher. Dies zum Schutz der Fische. Die Kraftwerkbetreiber am Emmekanal sind zwar nicht grundsätzlich dagegen, dass sie weniger Wasser erhalten sollen. Sie fordern aber eine Entschädigung.

Wieviel Restwasser soll unterhalb des Biberister Wehrs in den Emmekanal abfliessen? Ein Mediator soll die Frage klären. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wieviel Restwasser soll unterhalb des Biberister Wehrs in den Emmekanal abfliessen? Ein Mediator soll die Frage klären. www.so.ch

Seit anderthalb Jahren streiten der Kanton Solothurn und die Kraftwerkbetreiber am Emmekanal um die Restwassermenge. Der Kanton will wegen der neuen Gewässervorschriften doppelt so viel Wasser durch die Emme fliessen lassen. Dies bedeutet, dass weniger Wasser in den Emmekanal abgezweigt werden darf.

Die Kraftwerkbetreiber haben sich dagegen vor Gericht gewehrt. Das Gericht hat nun einen Mediator empfohlen, berichtet die Solothurner Zeitung. Nun soll vor allem die Frage geklärt werden, ob der Kanton dafür zahlt, dass den Kraftwerken weniger Wasser zur Verfügung steht. Weniger Wasser heisst nämlich automatisch auch weniger Strom. Die Kraftwerkbetreiber rechnen mit Mindereinnahmen von 300‘000 Franken.

Noch ist das Verhandlungsergebnis offen. Beim Solothurner Amt für Umwelt lässt man sich nicht in die Karten blicken. Für die Kraftwerkbetreiber ist jedoch klar, ohne Entschädigung könnten die Kraftwerke finanzielle Probleme haben. Es könnte deshalb sogar sein, dass einige Wasserkraftwerke am Emmekanal still gelegt werden, heiss es.