Wende im «Fall Moosleerau»

Eine Schweizer Familie muss eine Wohnung verlassen, um Asylbewerbern Platz zu machen: Diese Geschichte aus der Ruedertaler Gemeinde Moosleerau hat diese Woche national für Schlagzeilen und Proteste gesorgt. Nun krebst der Gemeinderat zurück.

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Bildlegende: Der Gemeinderat krebst zurück: Er verzichtet auf die Kündigung des Mietverhältnisses. SRF

Die Ankündigung habe grosses Echo ausgelöst, hält der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Donnerstag fest. Allerdings seien kaum «Vorschläge zur Problemlösung» eingegangen, sondern vor allem «fremdenfeindliche Äusserungen, welche nachdenklich stimmen und Angst machen».

Privater Hausbesitzer springt in die Bresche

Trotzdem zeichnet sich nun eine andere Lösung ab: Ein Hausbesitzer habe sich gemeldet und eine 4-Zimmer-Wohnung in Aussicht gestellt. Er werde diese «primär für eine Flüchtlingsfamilie» zur Verfügung stellen. Damit sei nun gelungen, was vorher «trotz zahlreicher Bemühungen» nicht geklappt habe, schreibt der Gemeinderat.

Er hat deshalb der betroffenen Schweizer Familie mitgeteilt, dass diese in der Abwartswohnung im Schulhaus bleiben dürfe. Diese Wohnung ist die einzige, welche der Gemeinde selber gehört. Deshalb wollte Moosleerau auch dort die Asylsuchenden einquartieren.