Weniger Bussen nach Kontrollen auf dem Aargauer Arbeitsmarkt

Im Kampf gegen Verstösse gegen das Arbeitsgesetz hat das Aargauer Amt für Migration und Integration (MIKA) im vergangenen Jahr weniger Bussen ausgesprochen als im Jahr davor. Auch die Zahl der ausländischen Betriebe, gegen die ein Dienstleistungsverbot verhängt wurde, ging zurück.

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Bildlegende: Ein Kontrolleur prüft 2005 auf einer Schweizer Baustelle die Arbeitsbewilligung eines Arbeiters. Keystone

Zwei ausländischen Betrieben wurde wegen schwerwiegender Verstösse gegen verbindliche Mindestlöhne ein Dienstleistungsverbot für die Schweiz auferlegt. 2014 waren es vier gewesen.

Die Zahlen zum Thema:

  • Total sprach das Aargauer Amt 87 Verwaltungsbussen und 230 Mahnungen wegen Meldepflichtverstössen aus. (2014: 100 Bussen und 374 Mahnungen).
  • Dazu kamen 55 Verwaltungsbussen wegen Verstössen gegen Lohn- und Arbeitsbedingungen. (2014: 103 Bussen).
  • Die Tripartite Kommission führte letztes Jahr im Kanton Aargau fast 5000 Personenkontrollen in 732 Betrieben durch. (2014: Total 2742 Personenkontrollen in 632 Betrieben).
  • Bei 77 ausländischen Betrieben wurde ein schriftliches Verständigungsverfahren wegen zu tiefen Löhnen durchgeführt. 73 Verfahren wurden erfolgreich abgeschlossen. Die betroffenen Firmen wiesen die geforderten Nachzahlungen nach. Die anderen vier Verständigungsverfahren scheiterten.