Wettingen: Einwohnerrat genehmigt abgespeckte Schulraumplanung

Der Einwohnerrat Wettingen stellt die Schulraumplanung auf professionelle Beine. Künftig plant nicht mehr die Schulpflege, sondern ein externes Planungsbüro. Die Idee stammt aus einem Vorstoss der Ratslinken. Allerdings genehmigten die Parlamentarier nur eine günstigere Variante.

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Bildlegende: Die Gemeinde Wettingen geht die Schulraumplanung professioneller an. Keystone

Einen Kredit von 107‘000 Franken für die Schulraumplanung bis 2030 hat der Wettinger Einwohnerrat am Donnerstagabend bewilligt. Der Gemeinderat und die Ratslinke sprachen sich für 160‘000 Franken aus. Im Einwohnerrat setzte sich dann aber deutlich der Vorschlag der Finanzkommission von 107‘000 Franken durch.

SVP scheiterte mit Rückweisungsantrag

Das Anliegen, die Schulraumplanung künftig professionell und langfristig zu gestalten, war unbestritten. Nur die SVP-Fraktion stellte sich geschlossen dagegen. «Eine solch langfristige Planung ist unsinnig, wer weiss schon, was in 15 Jahren ist», sagte Einwohnerrätin Silvia Scherer.

Die SVP-Fraktion stellte deshalb einen Rückweisungsantrag. Dieser hatte aber keine Chance. Die Mehrheit des Rats argumentierte, dass es eine langfristige und professionelle Planung brauche, um künftig böse Überraschungen zu vermeiden.

Investition in die Zukunft

Derzeit investiert Wettingen Millionen in Schulhausbauten. Und noch bevor die Schulhauserweiterungen abgeschlossen sind, ist klar, dass sie nicht ausreichen werden. «Wenn wir bereits vor zehn Jahren eine professionelle Schulraumplanung gemacht hätten, hätten wir das gewusst», sagt der zuständige Gemeinderat Philippe Rey.

SP-Einwohnerrätin Kristin Lamprecht ergänzte: «Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.» Und aus der CVP-Fraktion stiess Patrick Lüscher ins selbe Horn: «Das ist eine Investition, mit der wir künftig Geld sparen, und böse Überraschungen vermeiden.»