Crowdfunding Zu viel Geld für Aaresteg zwischen Holderbank und Veltheim

Die Crowdfunding-Sammlung für einen neuen Fussgängersteg zwischen Holderbank und Veltheim war ein Riesenerfolg. Die Gemeinden haben anstatt 20'000 Franken rund 40'000 Franken eingenommen. Die Aargauer Gemeinden freuen sich, weil die Brücke nun noch besser saniert werden kann.

Die stillgelegte Stahlbrücke mit einem alten Zementförderband in der Mitte Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Aaresteg wird saniert. Das Sammelziel wurde um das Doppelte übertroffen Alex Moser/SRF

Die neuartige Finanzierung eines Infrastrukturprojektes der öffentlichen Hand via Schwarmfinanzierung übertraf alle Erwartungen. Via die Plattform Ideenkicker.ch wurden bis Ende Dezember knapp 40'000 Franken gesammelt. Damit haben die Gemeinden ihr Sammelziel um das Doppelte übertroffen.

Viele Kleinspender für maroden Steg

«Etwa die Hälfte der Unterstützer haben kleine Beträge überwiesen. 10 Personen haben jedoch 1000 bis 2000 Franken gespendet und eine Person sogar 5000 Franken», sagt der Holderbanker Gemeindeammann Herbert Anderegg gegenüber SRF. Die Menschen seien offensichtlich gerne bereit gewesen, Geld zu zahlen, um den Steg zu sanieren.

Marode Bretter auf der Brücke zeigen den Sanierungsbedarf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der schlechte Zustand der Brücke ist hier deutlich sichtbar. Stefan Ulrich / SRF

Der Aaresteg wurde 2008 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Sanierung des Stegs kostet 90'000 Franken. Die öffentliche Hand und Unternehmen werden das Projekt mit 70'000 Franken mitfinanzieren. Dazu war geplant, dass sich die Bevölkerung mit 20'000 Franken beteiligt. Nun ist aber zu viel Geld gesammelt worden.

Zu viel Geld – und nun?

Das scheint aber gemäss dem Holderbanker Gemeindeammann Herbert Anderegg kein Problem zu sein: «Eigentlich hat man ja nie zu viel Geld». Die optimale Sanierungsvariante koste 320'000 Franken. Man sei bisher von der Minimalvariante von 90'000 Franken ausgegangen. Nun könne man bei der Sanierung ein wenig grosszügiger sein und dann auch von einer längeren Lebensdauer des Stegs ausgehen.