Zurück in die Arbeitswelt: Kanton Solothurn schaut genauer hin

Mehr als sechs Millionen Franken geben der Kanton Solothurn und die Gemeinden aus, um Sozialhilfeempfängern bei der Jobsuche zu helfen. Ob diese Massnahmen wirklich etwas bringen, werde bisher zu wenig kontrolliert, kritisiert der Solothurner Gemeindeverband. Dies soll sich nun ändern.

Sozialhilfeempfänger sollen wieder in die Arbeitswelt zurückfinden. Dafür gibt es im Kanton Solothurn viele Angebote. Vier haben die Gemeinden lanciert. Daneben gibt es über 50 private Anbieter in diesem Bereich.

Im kommenden Jahr geben der Kanton und die Gemeinden mehr als sechs Millionen Franken für die Integration von Sozialhilfeempfängern aus. Ob diese Angebote wirklich etwas bringen, müsse man nun kontrollieren, sagte Kuno Tschumi, Präsident des Gemeindeverbands gegenüber Radio SRF. Schliesslich gehe es um Steuergelder.

Bessere Kontrollen

Eine Arbeitsgruppe der Kantonsregierung hat die privaten Anbieter bereits kontaktiert – und dies scheint geholfen zu haben. Laut Tschumi seien jetzt nur noch 35 Anbieter von Integrationsmassnahmen statt wie bisher 50 auf einer Liste.

In Zukunft soll eine kantonale Stelle alle Anbieter kontrollieren. Diese müssen zeigen, ob ihre Angebote wirklich etwas nützen, bevor sie weiter Geld erhalten.

(Bildquelle: Colourbox)