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Abstimmung Aarau Soll sich die Stadt für günstigen Wohnraum einsetzen?

Die SP will mit einer Initiative günstigen Wohnungen fördern. Die bürgerlichen Parteien stellen sich dagegen.

Ist Aarau (zu) teuer zum Wohnen? 3000 Franken Miete für eine 4,5-Zimmer-Wohnung, 1,3 Millionen Franken zum Kauf eines Reiheneinfamilienhauses: Aktuelle Beispiele für Preise von Miet- und Kaufobjekten im November 2017. Soll die Stadt etwas gegen solche Preise unternehmen?

Die SP will mit ihrer Initiative «Raum für alle» die Stadt Aarau dazu verpflichten einzugreifen. Die Stadt soll sich «aktiv für den Erhalt und die Erhöhung des Anteils von preisgünstigem und qualitativ hochwertigem Wohn- und Gewerberaum» einsetzen, heisst es im Initiativtext, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Die Stadt soll Wohn- und Gewerberaum kaufen oder selber bauen und zu günstigen Preisen weitervermieten. Zudem soll die Stadt mehr Land im Baurecht abgeben an Genossenschaften, fordern die Sozialdemokraten. Am 26. November befindet das Stimmvolk über das Anliegen.

Mehr Staat oder weniger Staat

Die Befürworter der Initiative «Raum für alle» sind der Meinung, dass Wohn- und Gewerberäume in Aarau zu teuer geworden sind. So teuer, dass es sich Leute mit tiefem oder mittlerem Einkommen kaum mehr leisten können. Auf diese Weise würden langjährige Bewohner verdrängt und die soziale Durchmischung leide.
Die SP-Initiative wird unterstützt von den Grünen, den Gewerkschaften, aber auch von Caritas und dem Aargauer Mieterverband.
Die Gegner der Initiative analysieren die Situation anders: Für sie gibt es keine Wohnungsnot in Aarau. Im Gegenteil, es habe viele leere Wohnungen. Diese würden in Zukunft automatisch günstiger, dafür sorge der Markt, wird argumentiert. Die aktivere Rolle der Stadt würde zudem viel Geld kosten, das an anderen Orten fehlen würde.
Im Gegenkomitee engagieren sich FDP, SVP, CVP, GLP, aber auch der Gewerbeverband Aarau und der Hauseigentümerverband Aarau-Kulm.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Nichts gegen Genossenschaftsprojekte. Wenn wir aber auf allen Ebenen (Infrastruktur, Sozialpolitik, Integration und eben Wohnungsbau) die Voraussetzungen für noch mehr Zuwanderung schaffen, werden das auch unsere Mittel- und Unterschichten bei ihrer Lebensqualität und in ihrem Portemonnaie zu spüren bekommen.
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