Anwohner in Basel kämpfen gegen Mobilfunkantenne - vergeblich

Die Swisscom plant in der Leimenstrasse eine weitere Mobilfunkantenne um ihr Handynetz zu stärken. Gegen diese Pläne zogen die Anwohner vor Gericht, ihre Einsprachen wurden aber alle abgewiesen.

Drei Menschen vor einem Haus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Peter Pardey, Regula Menzi und Kaspar Birkhäuser sind Teil der Kerngruppe, die sich gegen die Antenne zur Wehr setzte. SRF, Claudia Kenan

Es ist vor allem die Strahlung, welche die Anwohner fürchten: «Es ist umstritten wie stark die Wirkung der Strahlung ist, wir möchten aber präventiv etwas dagegen tun», sagt Kaspar Birkhäuser, einer der Rekurrenten aus dem Quartier. «Wir sind die 68-Generation und sind es uns gewohnt, das Maul aufzureissen.»

Doch vor dem Basler Verwaltungsgericht hat am Mittwoch alles Maulaufreissen nichts genützt, die Rekurse wurden alle abgelehnt. Es sei tatsächlich sehr schwierig, die Sorgen der Nachbarschaft in eine juristische Form zu bringen, sagt der Anwalt der Antennengegnerinnen und -gegner, Martin Dumas. «Viele Ängste der Anwohner sind nicht messbar, das ist schwierig.»

Dennoch ist es bemerkenswert, wieviele Anwohnerinnen und Anwohner sich gegen die geplante Antenne wehrten. 170 Menschen unterschrieben das erste Protestschreiben, über 40 davon zogen zusammen vor Gericht. Die Swisscom darf die Antenne aber trotzdem bauen.