Basel bekämpft Sprayereien mit Sprayereien

Zwei Spraykünstler gestalten eine Wand bei der Dreisrosenbrücke. Damit will der Kanton verhindern, dass die Wand illegal versprayt wird.

Grün statt grau: So soll die Wand am Kleinbasler Brückenkopf der Dreirosenbrücke künftig aussehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grün statt grau: So soll die Wand am Kleinbasler Brückenkopf der Dreirosenbrücke künftig aussehen. zVg

Die Spraykünstler David Lucco und Daniel Zeltner gestalten über 600 Quadratmeter Betonfläche am Kleinbasler Brückenkopf der Dreirosenbrücke. Sie benötigen dafür acht Wochen. Diese Aktion ist organisiert vom Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt. «Unsere Erfahrung zeigt, dass man mit der künstlerischen Gestaltung der Infrastruktur mehr Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum erzielt», sagt Andreas Pecnik vom Präsidialdepartement.

Der Grundgedanke: Eine Wand, die durch ein grosses Spraykunstwerk gestaltet wurde, wird weniger durch illegale Sprayereien verschmutzt. Die Dreirosenanlage war in den vergangenen Jahren oft verschmutzt, es gab Vandalismus. Das neue Spraykunstwerk soll Ähnliches in Zukunft verhindern. Daniel Zeltner, einer der Spraykünstler, hat früher selber illegal gesprüht. Mittlerweile sagt er: «Ich finde es nicht gut, wenn die ganze Stadt durch Sprayereien verschmutzt ist.»