Basel Tourismus: Pokémons schlagen zurück

Basel Tourismus lancierte ein Video, in welchem als Pokémon verkleidete Menschen echte Personen jagen - quer durch Basel. Das Video wurde schnell zum viralen Hit und erzielte innert kürzester Zeit über 30 Millionen Klicks.

Pokémon-Figuren jagen Menschen in der Basler Innenstadt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pokémon-Figuren jagen Menschen in der Basler Innenstadt. youtube

Daniel Egloff von «Basel Tourismus» ist überrascht. Mit einem solchen Erfolg hatte er nicht gerechnet: «Als auch um Mitternacht die Klickzahlen weiter anstiegen wussten wir, diese Geschichte wird ein Erfolg.» Um 16 Uhr hätten sie den Film publiziert, der schon nach wenigen Stunden von über einer Millionen Zuschauern angeklickt wurde.

Die Idee ist bestechend einfach. Die Pokémon Figuren, die im Spiel von den Menschen gejagt werden, rächen sich. Nun sind sie es, die in Basel jene jagen, die das Spiel spielen. Dabei werden Bilder aus Basel in die ganze Welt getragen. Das Münster ist sichtbar, die Mittlere Brücke oder dann auch der Tinguely-Brunnen.

Das Video

Die Produktion kostete ein paar zehntausend Franken. Von der Idee bis zur Publikation im Netz vergingen nur ein paar Tage. Diese kurze Produktionszeit sei nötig gewesen, sagt Alexander Meyer von der Firma «fadeout», die den Film produziert hatte. «Ein Monat später wäre der Hype vielleicht schon vorbei gewesen. Wir kamen zur richtigen Zeit mit der richtigen Idee.»

Dabei war alles gar nicht so einfach. Zum Beispiel musste das Wetter während den Aufnahmen schön sein. «Wir hatten Glück, die Sonne verdrängte den Regen zur richtigen Zeit.» Grosse Probleme bereiteten die Kostüme. «Wir fanden keine Kostüme, die wir irgendwo hätten kaufen können.» So mussten Private aushelfen und ihre eigenen Klamotten für die Aufnahmen zur Verfügung stellen.

Was dieser Erfolg der Stadt Basel bringen wird, dies kann nicht in Zahlen beziffert werden. Sicher sei es ein grosser Imagegewinn, erklärt Daniel Egloff. Sicher aber sei ein Effekt bei der Suchmaschine Google spürbar. «Wer 30 Millionen Mal angeklickt wird, der erscheint später weiter oben bei den Suchresultaten.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)