Baselbieter Fusionsgegner treffen sich bei der Hülftenschanz

Vor 180 Jahren kam es im Gebiet der Hülftenschanz zur Schlacht zwischen Stadt-Basler Truppen und Baselbietern. Am Samstag findet deshalb in Frenkendorf eine Gedenk-Feier statt, bei der an die Schlacht erinnert werden soll. Die Feier wird jedoch auch zum Treffpunkt der Kantons-Fusions-Gegner.

Andreas Trüssel steht neben dem Denkmal Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: SVP-Landrat und OK-Chef Andreas Trüssel neben dem Hülftenschanz-Denkmal SRF

Es soll eine Gedenkfeier werden, gleichzeitig aber auch eine Feier für ein selbständiges Baselbiet, sagt OK-Chef Andreas Trüssel, der für die SVP im Landrat um im Frenkendörfer Gemeinderat sitzt. «Das die Fusionsinitiative im Jubiläumsjahr ein Thema wird, ist Zufall. Dass wir nun den Anlass nutzen, um zu sagen, wir wollen keine Fusion, ist nicht mehr als recht», so Trüssel.

Er erinnert im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF an die blutige Schlacht vor 180 Jahren, als die Basler von den Baselbietern bei der Hülftenschanz in die Flucht geschlagen wurden.

«Die Basler haben dazumal aufs Dach bekommen», sagt Trüssel. Er betont jedoch, dass der Angriff von den Städtern ausgegangen sei.

Lauber und Weber schon lange angefragt

Das Fest am Samstag soll einfach und traditionell daher kommen: Ländlermusik, Kranzniederlegung, das Pflanzen einer «Freiheitslinde» und Reden stehen auf dem Programm. Dass an der Anti-Fusionsfeier mit Thomas Weber (SVP) und Anton Lauber (CVP) auch zwei amtierende Regierungsräte Reden halten, obwohl sich die Baselbieter Regierung noch nicht offiziell zu den Fusions-Initiativen geäusert hat, sieht Andreas Trüssel nicht als Problem an. «Die Beiden wurden vor ihrer Wahl in die Regierung angefragt.»

Dass auch Fusionsbefürworter an die Feier kommen, glaubt Trüssel eher nicht.