Baselbieter Landrat stellt Weichen für Windparks

Der Baselbieter Landrat hat sechs Windparkgebiete im kantonalen Richtplan verankert. Eine SVP-Mehrheit hatte grundsätzliche Vorbehalte. Ein Teil der SP wehrte sich zudem dagegen, dass in einem späteren Schritt auch Standorte in geschützten Landschaften in Aussicht genommen werden.

Schafe vor Windrädern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Windparks sollen auch im Baselbiet möglich sein - mit oder ohne Schafe. Keystone

Der Rat sprach hiess die Vorlage indes mit 61 zu 17 Stimmen bei zwei Enthaltungen gut. Im kantonalen Richtplan verankert werden damit sechs Potentialgebiete für Planung und Bau von Windparks. Die Realisierung bleibt aber Investoren überlassen. Der Kanton wird weder Investor noch Betreiber, wie Baudirektorin Sabine Pegoraro festhielt.

Grundsätzlich gegen die Vorlage sprach sich die Mehrheit der SVP aus. Die Energiewende sei der falsche Weg, und der Staat solle nicht eine bestimmte Energieform vorschreiben. Ausserdem wurde von der SVP-Fraktion auch die Rentabilität der Windenergie in Frage gestellt.

In den sechs verankerten Gebieten schätzt die Regierung die mögliche Stromproduktion auf jährlich rund 140 Gigawattstunden. Die Gebiete liegen bei Liesberg, bei Liestal, Lausen und Arisdorf, bei Zunzgen, auf der Challhöhe, bei Reigoldswil und Ziefen und in der Muttenzer Hard.