Baselbieter Stimmvolk muss über Lehrplan 21 abstimmen

Die Einführung der sogenannten Sammelfächer auf den Sommer 2016 führte im Baselbieter Landrat zu einer grossen Debatte. Ein Teil des Landrats will die klassischen Fächer wie Geschichte, Biologie, aber auch Turnen im Lehrplan speziell aufführen und so retten.

Ein Kind macht in einer Turnhalle Seilgumpen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Landrat debattiert darüber, ob Schulfächer wie Turnen weiter einzeln aufgeführt werden sollen. Keystone

Um die umstrittenen Sammelfächer zu verhindern, wollte Jürg Wiedemann (Grüne Unabhängige) die Einzelfächer wie Biologie, Geschichte und andere Fächer explizit ins Bildungsgesetz schreiben: «Nur so kann die Einführung dieser Sammelfächer verhindert werden.»

«Das hat im Bildungsgesetz nichts verloren»

Das aber rief bürgerliche Parlamentarierinnen wie Sabrina Corvini (CVP) auf den Plan, die meinte: «So etwas hat in einem Bildungsgesetz einfach nichts verloren, sie gehören doch in die Stundentafeln.»

Zum Teil erhielt sie Sukkurs von linken Landrätinnen und -räten, die gleicher Meinung waren. Miriam Locher (SP) sagte, es sei nicht an der Politik über die Inhalte der Schule zu sprechen. «Der Inhalt darf nicht zum Spielball politischer Interessen werden.»

Das letzte Wort in dieser Frage hat aber nun das Volk: denn wie über den umstrittenen Lehrplan 21 wird über die Sammelfächer im Baselbiet abgestimmt. Dies weil die Vorlage die nötige 4/5-Mehrheit verpasst hat.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)