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Basel Baselland «Baselbieter Studenten können auch in der Restschweiz studieren»

Der Vorschlag von Parteipräsident Oskar Kämpfer, den Uni Vertrag mit Basel Stadt zu künden, stellt die bürgerliche Zusammenarbeit auf die Probe. Während die Parteipräsidenten der CVP und der FDP den Vorschlag prüfen möchten, stellen sich einzelne Landräte klar dagegen.

Portrait von Oskar Kämpfer
Legende: Auch bei der Bildung muss das Baselbiet sparen, so Kämpfer. zvg

In einem Punkt sind sich wohl alle Parteien einig: Das Baselbiet muss sparen. Oskar Kämpfer fordert nun auch von den Studierenden Opfer. Im Nachbarkanton Basel-Stadt zu studieren, soll keine Selbstverständlichkeit mehr sein: «Baselbieter Studierende können in der ganzen Schweiz an die Uni, nicht nur in Basel», sagt Kämpfer. Sein Sohn habe zum Beispiel in Lausanne studiert. Das sei durchaus zumutbar, so der Parteipräsident der Baselbieter SVP.

Kämpfer fordert, den Vertrag über die gemeinsame Trägerschaft der Uni Basel unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls auch zu künden. Als Folge müsste Baselland weniger an die Universität Basel bezahlen. Studienplätze für Baselbieter Studentinnen und Studenten könne man auch in anderen Kantonen einkaufen. Das käme günstiger, so Kämpfer.

Zurückhaltung bei den Parteispitzen

Der Präsident der CVP Baselland, Marc Scherrer, möchte sich noch nicht zum SVP Vorschlag äussern. Anders seine Kollegin aus der FDP: «Wir müssen alle Optionen prüfen. Es gibt keine Tabus», meint Christine Frey.

Basel ist für uns nicht ein Gegner sondern ein Partner.
Autor: Rolf RichterichFraktionspräsident FDP

Für eine starke Universität setzen sich die beiden Fraktionspräsidenten des Landrates der FDP und der CVP ein. «Die Region hätte ohne Uni schnell auch ein wirtschaftliches Problem», meint stellvertretend Rolf Richterich von der FDP. Die Uni sei mehr als nur eine Schule, an der sich Studenten bilden.

«Populistisches Vorgehen von Oskar Kämpfer»

Das Vorpreschen von SVP Präsident Kämpfer bezeichnet Richterich als populistisch. «Basel ist für uns nicht ein Gegner sondern ein Partner, mit dem wir die Uni gemeinsam führen möchten», sagt Richterich.

Auch Sabrina Corvini von der CVP nimmt klar Stellung. Obwohl sich die Landrätin immer für eine bürgerliche Zusammenarbeit einsetzte, grenzt sie sich bei dieser Frage klar gegenüber dem Bündnispartner ab: «Für diese Vorlage stehen wir nicht zur Verfügung. Ohne uns, da machen wir nicht mit.» In der ersten wichtigen Debatte scheinen sich bereits die ersten Gräben zwischen den Partnern des bürgerlichen Bündnisses zu öffnen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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