Baselbieter «Time Out»-Programm braucht mehr Geld

Jugendliche mit schwerwiegenden Schul-Problemen müssen im Kanton Baselland in ein sogenanntes «Time Out». In dieser Schul-Auszeit sollen sich die Probleme etwas legen. Jetzt hat das «Time Out» aber selbst Probleme, es drohen nämlich finanzielle Engpässe.

Das «Time Out» hat ein jährliches Budget von 550‘000 Franken. Dieses ist seit 2008 gleich hoch geblieben. Die Kosten hingegen seien gestiegen, erklärt der Leiter des «Time Out Baselland» gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Wir haben immer wie mehr Schülerinnen und Schüler, die jünger als 15 Jahre sind - und die kosten mehr.»

Diese Jugendlichen dürfen Gesetzes wegen noch nicht arbeiten und müssen deshalb heil-pädagogisch begleitet werden. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten. Bereits jetzt musste Heinz Treuer fünf Jugendliche kürzer in ein «Time Out» schicken, als dies ideal gewesen wäre.

Mehr Sorgen bereiten ihm jedoch die nächsten Monate. Wird das Budget nicht erhöht und geht man von einer ähnlichen Entwicklung der Zahlen wie im letzten Jahr aus, könnten gut 20 Jugendliche nicht in ein «Time Out» gehen. Diese würden dann trotz ihrer Probleme in ihren Schulklassen bleiben oder es müssen alternative Lösungen gefunden werden, meint Heinz Treuer.

Bei der zuständigen Bildungsdirektion sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf. Die Fakten seien bekannt, von Engpässen könne man nicht reden, heisst es in einer Stellungnahme via e-Mail lapidar.